Der Kunde ist zurück (TC II u.a.) :D

25 10 2011

Rückblende:
Der Winter naht, ich muss das erste mal in meinem Leben Winterreifen kaufen, weil Lucy mit Sommerreifen geliefert wurde und ich bisher nur Ganzjahresreifen hatte. Ist ja kein Problem – sollte man meinen.
Ich überlege mir also ein Konzept, wäge dieses gegen jenes ab und entschließe mich als Grundlage im zwei-Jahres-Plan zum Kauf von Reifen, Beibehaltung der Felgen um im nächsten Sommer dann Alufelgen zu ordern – da die etwas größer sein werden als die bisher aufgezogenen 185/65 15”-Gummis kann ich die Sommerreifen auch mitverhandeln oder anschließend verkaufen – wiederverwenden wird jedenfalls nicht klappen.
Mit ein bisschen Google erhält man recht zügig einen Überblick über das derzeitige Sortiment. Ich beginne am 04.10.11 mit der Auswahl – ich erfahre nebenbei, das sei schon reichlich spät um die volle Auswahl zur Verfügung zu haben – sei’s drum.
Meine Wahl fällt auf A.T.U., die haben eine Sorte Reifen im Angebot (und laut Website in 3-5 Werktagen lieferbar) die in den meisten Tests überdurchschnittlich gut abschneiden und relativ günstig sind. Zudem gibt’s bei Bestellung bis zum 05.10.11 die Bereifung samt Auswuchten für lau beim Kauf eines neuen Satzes Reifen. Klingt super, will ich. Ordere also die Reifen innerhalb der Angebotsfrist, gebe Lieferung in eine nahegelegene Filiale an und signalisiere, die Reifen dort wechseln und die alten ggf. einlagern zu lassen (als Verhandlungsbasis und weil sich Sommerreifen sicher im Frühling besser verkaufen als vor dem Winter ;o)). Am 06.10.11 bekomme ich eine E-Mail von A.T.U., der Reifen wäre eine ganze Weile lang nicht lieferbar – schuld sei der Hersteller, der nicht liefere. Dass der Reifen als ‘lieferbar’ im Shop markiert war ist offenbar bereits egal. Immerhin ändern sie den Lieferstatus anschließend. Wie dem auch sei, sie fragen nach, ob ich denn nicht einen der anderen Reifen haben möchte. Ich schreibe zurück, ja, das würde ich. Sie sollen den XYZ fertig machen. Und ich hätte gerne dennoch den Kostenlos-Wechseln-Voucher. A.T.U. schreibt, da ich als Bezahlart Kreditkarte hatte könne man die Bestellung nicht ‘umschreiben’, ich müsse neu bestellen und man würde die alte stornieren. Damit könnte ich leben. Dummerweise verlieren sie keine Silbe über meine Nachfrage zum Wechsel der Reifen. Also bitte ich um Storno und kauf meine Reifen halt woanders. Die Stornierung wird nebenbei bemerkt natürlich nicht bestätigt…

Also geht die Suche weiter. Den bevorzugten Reifen habe ich, eine ungefähre Hausnummer zum Preis ebenso. Also Anfrage bei Reifen Müller, sicherlich Berlins prominentester Adresse zum Thema. Telefonisch sind die nicht zu erreichen, auf meine Anfrage per Mail wird gar nicht reagiert. Offenbar sind die schon ausreichend beschäftigt.

Nächste Anlaufstelle ist Reifen Leidig in Berlin Steglitz, die kenne ich zumindest. Meinen bevorzugten Reifen haben die nicht, meine zweite Wahl bieten sie mir an, raten aber davon ab und raten zu zwei Alternativen (etwas kostspieliger, aber die Begründung klingt kompetent – kann ich allerdings nicht wirklich beurteilen, verlasse mich da total auf deren Urteil). Insgesamt sind vier Reifen im Angebot, die Installationspauschale inkl. Auswuchten und auf Wunsch Entsorgung der Altreifen liegt bei Astronomischen 12 € – JE REIFEN!. Bei der Konkurrenz bekommt man für 12 Euro den gesamten Satz gewechselt. Aber sei’s drum.
Die Preise im Angebot sind Nettopreise, das sehe ich spät und freue mich über moderate Preise, ganz in der Nähe des bisherigen Bestpreises von A.T.U.. Heute bin ich um 19% schlauer – vom ordentlichen Stundensatz von etwa 100€ für den Mechaniker ganz zu schweigen.
Wir vereinbaren schriftlich (per Mail) einen Termin, man sagt mir zu, das ganze dauert etwa eine halbe Stunde. Ich fahre pünktlich hin, bereite Pläne für eine kleine Shoppingtour vor während die am Auto werkeln. Vor Ort hat man aber keine Ahnung was genau ich dort möchte. Ja, man habe eine Bestellung auf einen Namen, der meinem ganz ähnlich ist (also falsch “abgeschrieben” wurde aus der Mail…), von einem Termin wisse man aber nichts. Hektisch bietet mir die sehr freundliche Kundenbetreuerin vor Ort einen Ausweichtermin an. Morgens, halb zehn, an einem Freitag. Super Zeitpunkt. Kein Wunder, dass der noch frei ist…
Ich nehme den Termin an und ab hier wird die Story öde, weil’s dann reibungslos läuft.

Außerdem toll: Ich will in einem Onlineshop in den USA was bestellen. “International Shipping”? of course, no problem. Was das kostet? erfährt man nicht. Erst einmal muss man fertig einkaufen, sich anschließend anmelden, eine Bestätigungsmail abwarten, um dann zu erfahren, dass die Portokosten für Lieferung per UPS nach Deutschland bei günstigen 259,00 $ liegen. Das Paket hätte etwa ein Gewicht von 3 Kilo gehabt. Habe ich dann doch verzichtet. Ein Konkurrent bietet die Lieferung für sagenhafte 59,00 $ an. Mir auch zu viel. Schade. Frage mich, wie sich international anbietende Verkäufer bei ebay über Wasser halten…

Ebenfalls schön: Kabel Deutschland hat jetzt endlich (sigh!) die HD-Kanäle der privaten Fernseh-Trash-Sender im Angebot. Mein Digital-Receiver weist mich drauf hin, ich installiere und sehe. Nüschts.
Ich warte zwei, drei Tage, es ändert sich nichts. Ich rufe bei TeleColumbus an, frage nach, was es mit den Kanälen auf sich habe. “Ja, KD hat die jetzt, aber wir können die noch nicht nutzen. Es wird derzeit verhandelt, ob und wann das möglich sein wird”. Drollig. Ich bezahl die Sender schon ne Weile automatisch mit, nun sind sie da – sehen kann ich sie aber nicht. Weiß gar nicht, ob ich hier KD oder TC die Schuld geben soll. Einfach beiden – immerhin ist mir Schnurzpiep wer mir das Signal ins Haus liefert – die sollen sich einigen und gut ist.

Nun ja. Meine Erwartungshaltung ist, scheint’s, immer noch zu hoch.





Runde zwo – Digitales Fernsehen in Zeiten analoger Kundenbetreuung (TC I) [Update]

4 06 2011

Neue Wohnung, neues Glueck.

Nachdem der monatelange Kampf um Nichtigkeiten mit Kabel Deutschland erledigt ist und der Rauch endlich verzogen ist, wollten wir mal wieder etwas Kundenbetreuung spueren. Da ohnehin der Internetanbieter gewechselt werden soll, ziehe ich in diesem Zusammenhang in Erwaegung, Internet via Kabel  zu verwenden.
Die Vorgeschichte hatte ich schon erzaehlt, aber nun wird’s gewohnt spannend wenn ich mit Dienstleistern zusammentreffe, also wird das jetzt auch getrennt thematisiert…:

Nach der Info von der Hausverwaltung (auf deren Antwort nach wie vor nicht reagiert wurde, aber das war ja klar) dass der Gestattungsvertrag angeblich nicht mehr existierte, ziehe ich die Widerrufs-Karte bei TC, erklaere, wieso ich widerspreche und hoffe, naiv bis einfaeltig, dass TC das aufklaert und mir ihren Status des Vertrags klarmacht.
Stattdessen passiert gar nichts, und irgendwann, Gott sei dank in meinem Urlaub, klingelts:
”Guten Tag, Telecolumbus, ich bin hier um Sie abzuklemmen – Sie hatten ja Ihren Kabelanschluss gekuendigt?”

Oehm. Ja. Naeh. Eigentlich nicht. Aber was soll’s – schoen zu wissen dass die Mailboxen bei TC funktionieren – der Antwortbutton ist ja schon Dienstleistungsniveau Level 2, dafuer muss man halt erstmal sechs Monate auf Fortbildung fahren…

Gut, der Techniker und ich kommen so ins Gespraech, wir klaeren dies und das und jenes und vereinbaren nach der Zusage, der Gestattungsvertrag sei nach wie vor gueltig und ungekuendigt, dass ich den Anschluss dann doch nehme und die Aussage der Verwaltung ignoriere – nachdem die sich ja auch wieder tot stellen ist von dort ohnehin keine brauchbare Meldung mehr zu erwarten.
Diesmal gibt’s, im Gegensatz zur ersten Vertragsaufnahme, den Anschluss nicht mehr 6 sondern nur noch 2 Monate kostenfrei – na klar, schwierige Kunden muss man abwatschen, das verstehe ich gut. Ist mir auch egal.
Natuerlich aktivieren wir wieder Digital Basic, natuerlich muss werde ich wieder geknebelt und muss den angedockten Kabel Deutschland Home irgendwas-Vertrag gesondert kuendigen.
Das tue ich, es wird natuerlich NICHT bestaetigt – aber das nur nebenbei
Ich weise noch drauf hin, dass das Kabelsignal im Haus schlecht ist, der Techniker eroeffnet direkt ein Ticket zur Stoerungsbeseitigung. Ein Blick in den Kabelbaum zeigt ihm auch bereits wo das Problem ist – schade, dass er’s nicht direkt selbst loesen kann…

Am gleichen Tag noch sind die Schreiben von TC im Briefkasten, die den Widerruf zum ersten Vertrag bestaetigen – man sieht also, wenn sie wollen, die Leute von TC, dann sind sie flink.

Wenige Tage spaeter trudeln die Schreiben zur Bestaetigung rein, ich kuendige direkt den Kabel Deutschland Schrott – wie gesagt, ohne Reaktion seitens TC, was Wunder. Etwas darauf meldet sich eine versteckte Rufnummer bei mir, ich bin im Meeting und nehme daher nicht ab. Es folgt eine SMS: “TC hier. Haben Sie nicht erreicht. Bitte RR unter <irgendeine Festnetznummer in Hintertutzingen>, Ticketnummer 12345678”. Natuerlich rufe ich da nicht an, soweit kommt’s noch.

Alles harmlos bis hierhin.
Heute sehe ich auf meinem Kontoauszug: TC hat abgebucht. 5,66 €. Erfuellungszeitraum “27.5. – 30.6.”. Halt Moment. Der 27.5. war doch schon? Ich lasse alles stehen und liegen, werfe den Receiver an, zappe mich durch die Kanaele und finde…nichts. “Diese Sendungs ist nicht zu entschluesseln. Bla.”
Ich pruefe nochmal, mache einen Sendersuchlauf (obgleich das Geraet neue Sender von sich aus anzeigt und die versprochenen HD-Kanaele gar nicht gelistet sind), ziehe und stecke die Smartcard. Nichts.

Da bucht TC also frech Geld von meinem Konto fuer einen Vertrag, der mit “Berechnung erfolgt ab Freischaltung” fixiert ist, obgleich nichts funktioniert. Davon abgesehen dass das Signal nach wie vor gestoert ist, ist eben kein einzigesr, an Digital Basic gebundener Sender zu empfangen.

Verspricht wieder mal ein lustiger Tanz zu werden.

Ein Schmankerl habe ich natuerlich noch: Am Tag der Abschaltung, als die Widerruf-Bestaetigung eintrudelte, war noch ein zweites Schreiben dabei. Man bittet um Ruecksendung irgendeines obskuren, angeblich ausgehaendigten Gegenstandes – Geraet oder Smartcard. Ein Kuvert ist dabei, immerhin frankiert, unglaublicher Service bei TC.
Inkludiert ins Schreiben ist die obligatorische Drohung, man wuerde mir meinen gesamten Besitz wegklagen, wenn ich die nicht zurueckgeschickte Smartcard nicht ersetze. Also Schadensersatz zu leisten habe, wenn ich die Karte nicht zurueckschicke.
Nachdem das Deja-Vu voruebergezogen ist schreibe ich denen, dass sie mich mal kreuzweise koennenmir nie eine Smartcard zugeschickt haben und infolgedessen auch keine zurueck geschickt bekommen. Reaktionen darauf, ihr werdet es ahnen: Keine.

Offenbar arbeiten hueben wie drueben die gleichen drei Affen – blind, deaf & dumb:

fdhdf

fdhdf Foto: Saransn Lizenz: CC BY-SA 3.0

[Update]

Heute, am 8.6.11, abends: Ein Anruf von einer sonderbaren Rufnummer, ich befuerchte das schlimmste (hab noch Rufbereitschaft), es ist TeleColumbus.
Man rufe an wegen meiner Mail, ich habe da einige Punkte aufgezaehlt – und im Kern natuerlich recht. Selbstverstaendlich muss nichts bezahlt werden, was nicht geliefert wird, die Kuendigung von KD Home ist telefonisch bestaetigt, das Signal konnte aufgrund eines Uebertragungsfehlers nicht eingekippt werden (das wurde bei Vertragsabschluss schriftlich uebertragen, womoeglich lag hier schon der Fehler im Detail). Der freundliche und total gelassene TC-Mensch verglich noch einmal die Daten mit mir und versprach das umgehend neu einzukippen, Aktivierung dauert eben weil’s ueber Kabel Deutschland geht (das war ja klar).
Egal ob’s jetzt klappt oder nicht: Das war Kundenbetreuung nach Masz. Ich bin schwer begeistert!

[Update II]

Bild ersetzt. Die Schlangengrube Internet kann mich mal.





Da passt man mal eine Minute nicht auf…

4 05 2011

Sjama wieder spassig. Da ist man wochen- und monatelang entspannt, hat kaum Aggressionen die man unter die Menschen bringt, nimmt Rueckschlaege gelassen hin und akzeptiert, dass im Leben nunmal nicht immer alles nach Plan laeuft. Doof ist halt nur, dass, wenn man nicht staendig auf 180 rumkurvt, irgendwie nicht nur nicht alles, sondern so grundsaetzlich gar nichts laeuft.

Neues Auto gekauft (13k km, Leasingruecklaeufer – quasi neu also). Der Wagen bekommt neue HU und wird vom Vertragshaendler (!) nochmal durchgecheckt. Denen faellt nicht auf, dass die Bremsbelaege offenbar versifft sind (was meines wirklich ganz bescheidenen Wissens nach die wahrscheinlichste Ursache fuer quietschende Bremsen ist – worin sich wiederum meine Vermutung manifestiert: Die Bremsen quietschen). Ausserdem haelt der Wagen die Spur nicht. Das war am Anfang nicht so wirklich zu bemerken, einfach weil’s halt eh ungewohnt ist mit dem neuen Auto zu fahren. Nach einer Woche oder zwei bemerke ich das also und gebe beides beim Haendler ab. Dort macht man eine Testfahrt mit dem Auto und wiegelt die Bremsen-Sache vorher schonmal ab: “Willkommen bei Peugeot. Bremsen quietschen hier halt”. Die Testfahrt ergibt auch nix. Der Haendler faehrt selbst. Laesst das Lenkrad los. Nach fuenf Metern driftet der Wagen so stark in eine Richtung dass er binnen weiterer zehn Meter eine komplette Fahrspur ueberrundet hat und in den Gegenverkehr geraet. Aussage des Haendlers: Ist ganz normal.
Auf der Heimfahrt werde ich geblitzt, an einer Spurverengung wegen Baustelle. Es ist Nachmittag, die Baustelle ist komplett leer, es ist nichtmal zu erkennen, ob hier jemals oder was dort gebaut wird. Nur mittendrin steht ein Wagen aus dem es rot heraus blitzt. Das ist raffiniert, weil ich drauf reinfalle, aber ne ziemliche Sauerei, dafuer Steuergelder zu verbrennen.

Nun habe ich also beliebig viel Geld in ein Auto investiert, dass nervtoetend quietscht, dessen CD-Player meine gebrannten CDs zu ~50% ungelesen wieder ausrotzt und das vor allem verkehrstechnisch eine Gefahr fuer mein Leben darstellt weil man das Lenkrad keine Sekunde loslassen darf. Das es total anstrengend ist den Wagen in der Spur zu halten, weil man alle Nase lang gegenlenken muss – geschenkt.

Drei, vielleicht vier Wochen nach der Jungfernfahrt schlaegt zudem auf der A103, bei ~120km/h, ein Stein oder eine Schraube in meine Windschutzscheibe. Ist mir zuvor jahrelang mit dem Nissan nicht passiert – da waer’s mir egal gewesen. Bei dem neuen ist es das nicht. Glueck im Unglueck: lieber die Scheibe als die Motorhaube oder das Dach. Der Schaden ist natuerlich in dem Bereich, den man nicht ausbessern darf, also muss die Scheibe raus. 150 € Selbstbeteiligung, da Kaskoschaden. Halleluja.

Unser Fernseher ist, so scheints derzeit, hinueber. Immerhin, er hat die ueblichen ~6 Monate ueber den Zeitraum der Garantie hinaus gehalten. Grosses Kino. Ein Anschreiben bei Samsung fuehrt zu interessanten Eroeffnungen: Softwareupdate? Nicht vorgesehen fuer das Geraet (das zum Kaufzeitpunkt High-End war!). Moeglicherweise sind Kabel oder Stromverbindungen nicht in Ordnung, die solle man doch mal austauschen. Meine Kabel & Verteiler kosten in Summe sicher 200 € oder mehr – aber naeh, lieber Support von Samsung, is klar. Ich tausch einfach mal alles aus, und wenn’s dann nicht geht, war’s halt was anderes. Wundert mich, dass die nicht gleich vorschlagen den Fernseher gegen ein funktionierendes Geraet auszuwechseln.
Naja, alles hat jedenfalls bisher nix genutzt, und es sieht in der Tat so aus, dass eine hohe Lebensdauer ueberteuerter LCD-Fernseher beim Einkaufspreis nicht zwangslaeufig inbegriffen ist.

Davon unbeirrt haben wir beschlossen, nochmal Kabel Digital zu ordern. Ich hab ja noch Guthaben ^^. Bereits im Dezember 2010 (das ist jetzt ~5 Monate her…) habe ich bei der Hausverwaltung angefragt, wo wir denn angebunden sind, an wen ich mich diesbezueglich also wenden muesste. Die antworten prompt: Es existiere ein ‘Gestattungsvertrag’ mit TeleColumbus. Super. Keine Ahnung, was das ist, aber ich kenne TeleColumbus.
Das Thema ruht ein paar Wochen, bis ich neulich in Verbindung mit der anstehenden Kuendigung meines Telefon- und Internetprovider auch ueber Internet via Kabel nachdenke und daher mal bei TeleColumbus vorbeisurfe. Die haben ganz attraktive Angebote und natuerlich auch digitales Signal – also ruf ich mal an, nachdem die Auskunft ueber die Verfuegbarkeit auf der Website eher unterirdisch ist. 
Fernmuendlich erklaert man mir, man koennen wohl durchaus digitales Signal in die Wohnung liefern, aber nur ein Grundpaket – und Internet schonmal gar nicht. Auf Rueckfrage erklaert man mir, das liegt daran, dass man auf dieser Leitung von Kabel Deutschland an sich nur geduldet wird und daher halt nur winzige Pakete durchschleifen kann. Und Basta.
Na gut, ist ja kein Ding, leb ich halt im hinterletzten Dorf und bekomm kein Internet. Geht anderen in Deutschland ganz aehnlich. Nicht so vielen in Berlin. Aber okay.
Wir beenden das Gespraech nach einer Beauftragung des angesprochenen digitalen Basisdienstes. Minuten spaeter ruft TeleColumbus nochmal an und erklaert mir, dass ich genoetigt bin, in feinster Knebelmanier, 2 Monate lang irgendein Paket von Kabel Deutschland zu gucken, und ich muesse es anschliessend auch selbst wieder kuendigen, und zwar binnen minus 48 Stunden, sonst bin ich mein Leben lang dran gebunden. Meine Rueckfrage, ob ich’s auch ausschlagen kann, verneint man.

Eine Woche nach diesem Gespraech kommt ein Brief. Voraussetzung fuer digitales Basisfernsehen ist ein Kabelanschluss. Bisher besaessen wir den nicht (oder jedenfalls bezahlen wir ihn offenbar nicht). Ich rufe an, wir plaudern etwas und ich beauftrage auch den Kabelanschluss. Im Mietvertrag steht tatsaechlich nichts von inkludiertem Kabelanschluss. Naja, sei’s drum. Man gewaehrt mir ein halbes Jahr ‘kostenlos’, danach dann halt, was so ein Kabelanschluss eben kostet. Juti. Hamwa.

Unabhaengig vom Fernseher ist auch der Kabelempfang schlecht geworden, ich frage im Haus rum, ob’s andern auch so geht. Von acht eingeworfenen, liebevoll zusammengeschriebenen Zetteln kommen immerhin drei umgehend zurueck, einen mit deutlicher Verzoegerung. Berliner Nachbarn sind was richtig feines ^^.
Da einige der Rueckmeldungen mich bestaetigen rufe ich bei der Hausverwaltung an, die vertroesten mich und verweisen auf “Maengelanzeige” und “schriftlich”. Ob E-Mail ginge – ja gerne, kein Problem.
Also schicke ich ne Mail los, immer noch in entspannter Grundlaune, also freundlich und relaxt.
Ich erhalte recht prompt eine Antwort, die las sich in etwa wie folgt:

“Gestattungsvertrag mit TeleColumbus gibt’s nicht mehr. Laufende Verhandlungen mit Kabel Deutschland, kein Status, keine Auskunft. Satellitenschuesseln sind nicht erlaubt (ich hatte nicht gefragt und habe auch kein Interesse daran!) und DVBT wuerde ja einstweilen auch erstmal genuegen.”

Und hier ist mir dann die Hutschnur gerissen. Habe instant zurueckgeschrieben, dass DVBT eben gerade KEIN Ersatz fuer Kabel ist, ich hier Sky empfange, dass nur ueber Kabel oder Sat moeglich ist. Alleine der Hinweis, dass DVBT ja auch erstmal genuegen wuerde, ist eine Frechheit sondergleichen – das waer der arroganten Trulla auch klar, wenn sie selbst ihr Fernsehen auf dem Weg empfangen wuerde. Tut sie sicher nicht.
Ausserdem sei mir vollkommen unklar, wieso TeleColumbus meinen Vertrag einkippt, wenn sie nichtmal mehr im Haus geduldet werden – und wie kommt dann das Bild ins Kabel – wenngleich es kein scharfes oder gutes Bild ist.
Natuerlich habe ich nach unserer letzten bitteren Erfahrung mit einer Hausverwaltung direkt mit Anwalt und Mietminderung gedroht. Seither ist Stille und das dumpfe Schweigen uebertoent meine schwelende Wut. Fruuuuuuuust –.-





“Keine Kosten und Muehen gescheut” (PX I)

3 12 2010

Da waren sie wieder – die Momente, in denen ich mich frage, warum alle Idioten dieser Welt in irgendeinem Zusammenhang mit mir stehen. Vermutlich sind 7 Mrd Menschen mehr oder weniger intelligent, kompetent, freundlich und irgendwie nuetzlich – alle anderen stehen in irgendeiner Beziehung zu mir.

Spulen wir das Rad der Zeit um 6 Monate in die Vergangenheit.
Zwecks “Optimierung” unserer frisch bezogenen Wohnung wollten meine Frau und ich uns ein Poster bestellen. Panorama sollte es sein, und in anstaendiger Groesse sollte es sein.

Da gibt’s allgemein nicht viel im Web, jedenfalls nicht viel, was man mit intuitiver Suche erreicht.
PosterXXL.de konnte immerhin annaehernd das liefern, was wir wollten. Also flott was ausgesucht, bestellt, gewartet. Wir schreiben den 25.06.2010. Bezahlt wird via Lastschrift, die Lieferung wird fuer “4-5 Tage nach Zahlungseingang” (ETA: ~30.06.2010) anvisiert. 
Abgebucht wird einen Tag spaeter, dann ist erstmal Stille. Es passiert nichts, aber auch gar nichts. “4-5 Tage” spaeter (wir schreiben den 10.07.2010 (ETA +10) schreibe ich aktiv den Service an, bitte um einen Status. Es kommt eine Autoantwort, in der ich gebeten werde, mich etwas zu gedulden, man werde dann schon noch antworten. Ich gedulde mich etwas, schreibe am 18.07.2010 (ETA +18) noch einmal hin – mit dem Hinweis, dass mir “etwas Geduld” etwas zu vage ist, ich haette gerne irgendeinen Hinweis, ob man mein Geld inzwischen versoffen hat oder diesen Auftrag auszufuehren gewillt ist.
Es passiert – natuerlich – nichts.

Am 23.07.2010 (ETA +25) folge ich dem Ratschlag meiner Bank, bei unberechtigten Lastschriftverfahren zeitnah zu reagieren und das Geld zurueckzubuchen – woher weiss ich denn schon, ob da noch was passiert, wenn man mich so konsequent ignoriert.
Ich schreibe dies natuerlich dem ‘Service’ von PosterXXL, inkl. Storno meiner Bestellung.
Das kratzt natuerlich PosterXXL nicht – die reagieren weder auf die Stornierung noch in irgendeiner Weise auf den Vertragsruecktritt.

Stattdessen erhalte ich am 10.08.2010 (ETA +40) eine Mail, mein Auftrag wurde nun abgewickelt und an den Versand uebergeben.
In der Tat rauscht kurze Zeit spaeter ein Paket rein, es ist drin, was drin sein soll.

Ich bin etwas ratlos, vermute aber, es werde dann schon noch eine Abwicklung geben.
Gibt’s auch – und zwar just gestern (02.12.2010): In Mailform erhalte ich eine Mahnung. Seit nunmehr 160 Tagen sei meine Zahlung unbeglichen (was ja schonmal falsch ist, aber da sind wird mal nicht so, nicht wahr, liebe Leute von PosterXXL?), dabei habe man “keine Kosten und Muehen gescheut” meinen Auftrag zu erledigen.
Anbei keine Rechnung mit ausgewiesenen Mahngebuehren, aber immerhin Kontodaten.

Ich schreibe also zurueck, dass sie selbstredend den Rechnungsbetrag von mir ueberwiesen erhalten, nicht aber die Mahngebuehren. Offenbar arbeitet bei PosterXXL aber nur die Bonecrusher- und Mahnungs-Abteilung in geregelter 40-Stunden-Woche (im krassen Gegensatz zum Produktions- und Versandzentrum), weswegen ich prompt eine Mail erhalte: Korrektur: Mahnung blablabla.
Das amuesante ist: Ich kann bis jetzt nicht sagen, wo der Unterschied zwischen der so genannten Mahnung und der Korrektur der sogenannten Mahnung liegt – identische Mails. Seltsames Verhalten.

Also auch da rieche ich ungemach und wittere gar eine Masche: 20% Aufschlag durch eine nie ausgewiesene Mahngebuehr – damit kann man das Geschaeftsergebnis durchaus aufwerten.

Fazit so oder so – egal was noch kommt: Nie wieder PosterXXL – Drecksladen.
Ach, falls es jemanden interessiert: Poster ist Klasse und war richtig gut verpackt.





Das koennen wir leider nicht machen (KD X)

25 11 2010

Nja war ja klar. Kaum 24h nach meiner neuerlichen Kontaktaufnahme – diesmal via E-Mail – ruft mich KD an. Das erinnert mich btw daran, dass ich die Loeschung meiner Daten beizeiten beantragen sollte o_0

Wie auch immer. Herr K*mann. (oder war’s ein Herr L*mann.? S*mann.? Keinen Schimmer mehr :/) plaudert ein bisschen mit mir, erklaert, ich habe KD ja gestern angeschrieben und ueberhaupt und blabla.
Man habe selbstverstaendlich [ja, das Wort fiel!] die Rechnung korrigiert und sogar grosszuegig [das Wort fiel nicht ^o^] die Position “Papierrechnung Oktober 2010” mit entfernt. Nett von KD.
Leider koenne man meinem Wunsch nicht nachkommen, mir mein Geld auf Wegen zukommen zu lassen, die die Uebergabe meiner Bankdaten nicht voraussetzen. Dazu sehe man sich schlicht ausserstande.

Tjo, da verhandel ich doch nicht lange und nehme das als gegeben. Grundsaetzlich habe ich dafuer natuerlich Verstaendnis, in so grossen Verwaltungsumgebungen (und KD muss RIEEEEEEEEEEEEEESIG sein) ist’s oft nicht “mal so nebenbei” einzurichten, Geld aus den Konten zu entwenden und auf irgendeine bankferne Art ausser LandesHaus zu schaffen.

Aber ebenso grundsaetzlich werde ich den Leuten von KD meine Bankdaten nicht zukommen lassen.

Patt.
Doof, dass ich dabei dennoch der Verlierer bin.

Aber was soll’s. Meine Auslagen ersetzt es ohnehin nicht, also waer’s eh nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.
Bin mal gespannt, was die Rechnungsabteilung dazu sagt – vermutlich gibt’s fuer solche Faelle extra ein Konto auf den Cayman Islands :D

Falls jemand Interesse hat, moege er sich asap bei mir melden – ich werde die Umwidmung des Betrags als Guthaben auf ein beliebiges Kundenkonto veranlassen. Da staunen die sicher auch nicht schlecht ^^.

So long





Entschuldigung² (KD IX)

18 11 2010

Pohooooooost.

Die sind wahrlich flott in den letzten Wochen – Aktionismus ist wohl lenkbar. Marko Geyer hat geschrieben. 2x. Montag und Dienstag. Beide kamen heute. Doll, doppelte Aufreissfreuden.

Es sind beides Entschuldigungen.
Eine befasst sich mit der Mahnung und meiner Reaktion darauf. Natuerlich kam es zu einer Ueberschneidung. Haette ich ja auch nie angezweifelt. Und im Buerokratiebollwerk “Kabel Deutschland” dauert sowas auch schonmal gut und gerne 6 Tage, bis eine Arbeitsanweisung (Smartcard Storno) von einer Ecke des Grossraumbueros in die andere gelangt (da, wo die Mahnungen getippt werden).
Geschenkt.
Das zweite Schreiben ist eine Kopie der Rechnung, die, nach wie vor, ein fehlerhaftes Guthaben ausweist.
Es ist ausserdem eine direkte Anweisung der Geschäftsleitung, die MG gebeten hat, zu reagieren. Wieso das in zwei Briefen und unabhaengig voneinander passieren muss – keinen Schimmer. Vielleicht haben die einfach zuviel Briefboegen bei KD.
Des Weiteren tut es MG und KD leid, dass es zu Unstimmigkeiten kam. Das ist aber ausgesprochen milde dargestellt MG. Andererseits amuesiere ich mich praechtig.
Ich bin nur abgefuckt von der Inkompetenz im Hause KD, die mich rein finanziell nun so positioniert, dass ich alleine fuer die Ausgaben an Porto locker das ominoese Ende meiner Vertragslaufzeit haette aussitzen koennen. Noch ein paar Einschreiben, und ich hab die Smartcardkosten der Post in den Rachen geschoben – so haben wir beide nix davon gehabt. Super Urlaub in Erfurt…

Ein finaler Abschiedsgruss geht von mir nach Erfurt, vielleicht, vielleicht bekommen die das mit der Rechnung ja doch noch hin. Ich bin gespannt. Und gespannt bin ich auch, wie sie mir mein Guthaben zukommen lassen – Bankverbindung wollten sie, schicke ich aber nicht. Jaja, wird jetzt natuerlich von denen als Bockigkeit ausgelegt – fuer mich ist es ein Schutzreflex. Wer so locker mit wahl- und grundlosen Rechnungen hantiert, zieht bei Kunden gewiss auch blind Kohle ab, schubst Kinder und tritt kleine Welpen.

Was ein unfaehiger Haufen.





1. Mahnung (KD VII) (update)

14 11 2010

Jajaja. War ja klar. Marko Geyer ist bestimmt ein Azubi im dritten Lehrjahr, dessen – per bei der IHK “aufgrund der ‘speziellen Umstaende’ merkbefreiter Ausbilder” beantragten Sonderregelung – anspruchslose Abschlussarbeit darin besteht, einen ahnungslosen, ehemaligen Kunden eine Woche hinzuhalten. Hat er gut gemacht – da darf die Abteilung gerne stolz auf sich und ihn sein.

Am 13.11.2010 trudelt also erneut Post von Kabel Deutschland in meinen Briefkasten. Man droht mir mit der “gaenzlichen oder anteiligen” Sperre von Services, wenn ich meine Rechnung vom 19.10.2010 nicht bezahle.
Knuffig ist, dass man mir mit einem kleinen “Was muessen Sie jetzt tun?”-Tutorial ausfuehrlichst darlegt, wie Kabel Deutschland das Thema nun gerne erledigt haette – ich ergaenze mal um sinnfuellende Textstellen:
”Ueberweisen Sie bitte den offenen [offiziell stornierten, allerdings nie mit Rechnung bestaetigten – uns doch scheissegal, was ein “Marko Geyer” ist, hier ist die Abteilung ‘Kundenkeile’ und aus die Maus] Betrag von 29,09 (stimmt sogar mit besagter Rechnung ueberein – Kabel Deutschland, ich bin beeindruckt. Euer CRM kann ja doch was ^^) innerhalb der naechsten sieben Tage [ansonsten endet hier unsere Freundschaft und wir liefern keine Services mehr an Ihren Anschluss. Nein, spielt keine Rolle, das wir das eh nicht tun. Schnauze jetzt. Wir haben hier eine Mahnung zu schreiben, verwirrt uns nicht mit Fakten ihr Fuzzies aus der Marko-Geyer-Ausbilderriege. Husch husch!!].

Ich moege beachten, eingangs schon erwaehnt, wenn ich nicht zahle, dreht man mir den Saft ab. Das die Arschgeigen aus der Abteilung Technik dazu nur hilflos mit den Schultern zucken werden kratzt doch die Abteilung “Mahnungen schreiben” nicht. Das ist hier alles ordentlich deutsch und folgt buerokratischen Grundgesetzen. Diese widerum folgen bekanntermassen nur selten der Logik.

Wirklich geil ist folgender Satz: “Sollte Ihr Anschluss bereits gesperrt sein, schalten wir Ihren Anschluss wieder frei, sobald wir die Zahlung erhalten haben. Das kann allerdings, je nachdem, wie schnell Ihre Bank ist, bis zu sieben Tage dauern.”
Naeh KD, das ist vielleicht eure Version der Geschichte. Die Realitaet wuerde das wohl eher so beschreiben:
“Sollte Ihr Anschluss bereits gesperrt sein, wir gar keinen Anschluss bereitstellen oder Sie in einem kleinen zentralafrikanischen Land leben, so drohen wir prophylaktisch mit der Abteilung “Bonecrush”. Wir lassen gar nix auf sich beruhen und treten vielleicht noch ein- oder zweimal nach, wenn wir Cash sehen. Das kann aber, da unsere Poststelle, die fuer’s Verschlampen aller Ihrer korrekten Kuendigungen verantwortlich ist, hier auch fuer die Einzahlungen zustaendig ist, nie passieren. Ziehense sich schonmal warm an.”

Ich werde auch dieses Schreiben beantworten. Ich hab ja sonst nix zu tun.
Ich weiss, es wird nix bringen. Aber ich lass mir was lustiges einfallen :D

/Edith:
Post an MG, Die Geschaeftsleitung und die Retards vom Service is raus. Vorab per Blogspot: KDVII





Ihre Smartcard-Rechnung (KD VI)

13 11 2010

Kabel Deutschland hat geschrieben.

Herr Marko Geyer, laut Unterschrift “Leiter Kundenservice”. Das Schreiben ist vom 4.11.2010, man bestaetigt mein Schreiben vom 4.11.2010. Ich beginne zu verstehen, dass Kabel Deutschland gar nicht wollte, dass ich deren Scheisskarte in die Vergangenheit schicke. Die haben einfach nur keine Ahnung, wozu die Zahlen auf dem Kalenderblatt dienen. Ich kann mir direkt vorstellen, wie Herr Geyer vor meinem Schreiben sitzt, sieht auf der PC-Uhr “4.11.2010″ und glaubt, das ist heute die Zahl in Form eines Datums, die einfach alles erklaeren muss. Also knueppelt er alle Felder seiner Textbausteine, in denen [Datum] steht, mit dieser Zahl voll.
Das ergibt am Ende keinen Sinn, sieht aber immerhin symmetrisch aus. Drollig.

Inhaltlich ist’s mal was neues – Herr Geyer bedauert meine Unannehmlichkeiten. Er versichert, die Berechnung der Smartcard sei storniert und wird mir kuenftig nicht mehr berechnet werden (hint, hint!!).
Abschliessend hofft er, alle Fragen abschliessend geklaert zu haben.
Auch dieses Schreiben muendet in den “Haben Sie Fragen? Rufen Sie uns an”-Textbaustein.

Herr Geyer. Keinesfalls sind nun alle meine Fragen geklaert. Jetzt ist nur klar, dass ich recht habe, und ihr nicht. Naja, stimmt auch nicht. Jetzt hab ichs schriftlich. Klar war’s vorher schon.
Nein Herr Geyer, mitnichten sind nun alle Fragen geklaert. Wo bleibt die Rechnung, auf der korrekt ausgewiesen jeder Tinnef, den ihr so wahllos berechnet, wieder korrigiert ausgewiesen ist? Wo bleibt meine Entschaedigung fuer ein halbes Dutzend Einschreiben mit Rueckschein? Wo meine Entschaedigung meiner kostbaren Zeit, die ich aufwenden muss, um diese Horrorgeschichte immer und immer und immer und immer wieder neu anzufassen? Wo bleibt mal eine ernstgemeinte Entschuldigung (dazu komme ich noch…) – und vor allem: WO BLEIBEN DIE ERGEBNISSE?
Herr Geyer. Ich haette mich mit diesem Schreiben begnuegt. Ich haette entspannt auf die naechste Rechnung gewartet, waere davon ausgegangen, wenn Sie mit Ihrem guten Namen herhalten, wird das schon seinen Gang gehen. Immerhin sind Sie der Leider (*lol* – Freudsch ^^) des Kundenservice.

Leider kam dann doch alles anders…

[to be continued...]





Haben Sie Fragen? (KD V)

30 10 2010

Post. Juhuuu. Kabel Deutschland ist drin. Ist immer lustig – so auch diesmal.

“Sehr geehrter Herr Kreth,

Wenn die Smartcard nicht rechtzeitig und unbeschädigt bei uns eingeht, berechnen wir Ihnen 35,- Euro – es sei denn, Sie haben den Verlust oder die Beschädigung nicht zu vertreten. Der Nachweis der Entstehung eines geringeren Schadens bleibt Ihnen unbenommen.

Vielen Dank!

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie uns einfach an!”

Ich nehme alles zurueck, was ich bisher ueber Kabel Deutschlands Mitarbeiter gesagt habe. Es sind keine dressierten Affen. Dressierte Affen koennen so merkbefreit nicht sein. Das muss irgendein Genforschungsexperiment sein, was da laeuft. Und um maximale Streuung zu erzeugen wird dazu ein Unternehmen verwendet, mit dem man an vielen Orten Deutschlands _gezwungen ist_, vertraglich zu wirken.

Natuerlich werde ich darauf reagieren. Natuerlich habe ich inzwischen Verbraucherzentrale und einige ausgesuche Medien informiert, natuerlich habe ich inzwischen den Schriftverkehr an die Geschaeftsstelle von Kabel Deutschland geschickt. Natuerlich habe ich Zweifel, dass irgendwas davon fruchten wird. Ist halt so in Deutschland.

Das Schreiben endet mit der Rufnummer (immerhin kostenlos) der Hotline und dem Hinweis, man sei dort gerne fuer mich da. Koennte man gewiss auch viel Spass mit haben, dort mal ein paar Leute zu kontaktieren. Aber ich glaube, das spar ich mir mal.

Ganz kurz die Auffrischung bei Versatel: Keine Reaktion. Natuerlich nicht. Ich schick’s nochmal, diesmal als Einwurfeinschreiben. Wird das ignoriert, tacker ich das dritte Schreiben einem von den Leuten aus deren Geschaeften an die Stirn.
Ich hab die Faxen dicke. Aber so richtig.





Kundenbindungsprogramme made in Germany (KD IV)

24 10 2010

Kabel Deutschland hat geschrieben (vgl 1, 2 und 3 in chronologischer Reihenfolge). Humorlos, ohne Begleitschreiben, ohne offizielle oder wenigstens textbausteinartg zusammengekloeppelte Entschuldigung fuer bisher vollkommen unverschaemtes und ueberschaubar nachhaltiges Kundenbetreuungsmanagement.

Nein, es ist eine Rechnung. Oktober 2010. Die ist sogar noch lustiger als die bisherigen. Wie zu befuerchten war, ist eine ominoese Smartcard nicht zurueckgesendet worden, das taucht auch mal prompt auf. Da ich das befuerchtet hatte, ist klar, dass das nicht das ist, was mich in schallendes Gelaechter ausbrechen liess, als ich den Brief oeffnete:
”Zu zahlender Gesamtbetrag: 29,09” – das ist, nach letztem Kenntnisstand, zu dem ich immerhin ein Guthaben bei KD hatte, eine beachtliche Verschlechterung. Und das geht bei KD so:
”Position 2 – Sonstiges”

Preis fuer Nichtruecksendung Smartcard (18.10.10): Brutto 35,00 €
Zahlung ohne Bankeinzug (19.10.10): Brutto 1,50 €
Papierrechnung inkl. Versandkosten (19.10.10): 1,50 €
Guthaben aus vorangegangenen Rechnungen: 8,91 €

Immerhin rechnerisch korrekt – lustig, dass mein erster Impuls war, genau das zu pruefen, wo ich ja sonst nicht so genau hingucke ^^

Nun gut, widmen wir uns den Punkten im Einzelnen – offenbar hab ich zuviel Zeit oder zu wenig gute Hobbies, dass ich mir das antue…

- Papierrechnung? Wie gewohnt lustig. Habe ich (wieder) nicht angefordert, will ich (wieder) nicht haben, koennen die sich (erstmals) sonstwohin stecken – aber bezahlen soll ich’s (wieder…)
- Zahlen ohne Bankeinzug? Das kostet mich 1,50€? Wofuer? Ach, Ich weiss. Natuerlich gibt’s keinerlei logischen Zusammenhang zwischen einer Einzahlung mittels des beiliegenden, mit Kundennummer bereits vorausgefuelltem Ueberweisungstraeger und meinem Vertrag – der ueblerweise auf meine Kundennummer laeuft. Womoeglich ist es gar kein menschliches Versagen, dass bei KD die Kundenbeschwerden produziert – womoeglich sind’s die dressierten Affen, die den offenbar geistig nicht konkurrenzfaehigen Mitarbeitern bei KD Valium statt Suessstoff in den Tee schuetteln…
- die verlorene Smartcard. Das ist ueberhaupt das lustigste. Nicht nur, dass ich keine Smartcard von KD besitze (oder vllt ja doch – aber dann hat die trotzdem Sky zugestellt und deren Decodierung laeuft ja auch noch drauf – ueber deren Besitzstreitigkeiten will ich mich aber nicht weiter aeussern…), nein, ich solle sie bekanntermassen auch 105 Tage rueckwaerts durch die Zeit schleusen um meiner faelligen und vermutlich gesegneten Bestrafung zu entgehen. Addiert man weiter, dass nach meiner Erfahrung jede Zustellung bei denen (egal ob mit oder ohne Nachweis) ungeoeffnet in den Schredder kommt, standen meine Chancen ohnehin schlecht, aus der Nummer rauszukommen. Vielleicht haette ich denen meine alte KKH-Karte zuschicken sollen, die haette sicher im Schredder ein aehnlich frappierenden Schaden angerichtet wie die Sky-Smartcard.

Mein Widerspruch geht morgen in dreifacher Ausfertigung an KD raus. Bin neugierig, wie es weitergeht :)








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