Rechtsfahrgebot vs. -Ueberholverbot

Ich fahr ja n Nissan Sunny. Dreituerig, sicher nich mehr neuester Jahrgang aber immerhin vergleichsweise Wumms im ersten Gang. Is jetzt auch nich so, dass ich optimieren koennte, wenn ich dazu bereit waer – insofern isser quasi „vom Band“. Nur halt aelter ;D

So, ausserdem wohn ich ja in Berlin. Das liegt bei Potsdam an der Spree, nordoestlich der Republik. Da, wo die ganzen Bekloppten wohnen halt.

Es gibt ja kaum was, was mich mehr nervt, als die Dummheit anderer Menschen.
(Solche) Menschen sollten wirklich Schilder tragen, auf denen steht „ich bin doof“. Ich bin nicht der Erfinder dieser Idee, aber es hat was fuer sich. Triffst Du auf einen solchen Menschen, ergibt sich fast zwangslaeufig ein Monolog aehnlich dem:
„Sag‘ mal, kannst Du mir mal bitte die Statistiken…oh, schon gut, vergiss es, eben faellt mir Dein Schild ins Auge.“ Und schon weiss man, Delegieren macht keinen Sinn, den Aufwand hat man hinterher eh selbst an der Backe.

Beim Autofahren nervt mich das gleich doppelt. Das liegt aber halt einfach daran, dass die allermeissten Menschen beschissen schlecht grenzwertig Autofahren koennen, ich mir aber nicht aussuchen kann, mit wem ich die Strasse teile.
Ich bin zugegebenermassen ein umsichtiger Autofahrer. Ich rase nicht, ich fahre am tolerierten Limit um dann auf der Autobahn mit dem Mietwagen bei ~220 km/h im A4 n Treffen auf Augenhoehe mit nem Passat abzupassen. In der Stadt dann wieder toleriertes Limit – macht ja auch wenig Sinn sich hier die Tickets fuer Bloedheit abzuholen. Dennoch Wohl deswegen bemerke ich immer wieder Fahreigenschaften meiner lieben Mitmenschen, die mich behindern.

Mein Fahrlehrer hat mir einst beigebracht, dass jedes Bremsmanoever meiner Mitmenschen, dass ich verschulde, obgleich derjenige im Recht gewesen waere, ein Fahrfehler meinerseits gewesen ist.
Nun will ich nich sagen, ich fuehre perfekt Auto – mitnichten. Ich mache auch Fehler und mache leichtsinnige Manoever – aber meisst nur, weil die Bloedheit anderer mich dazu zwingt. Besonders nervig sind – nicht zwangslaeufig in dieser Reihenfolge – folgende Situationen:

  • Rechtsfahrgebot vs. Rechtsueberholverbot
  • Vorfahrt missachtet (Egal ob Radfahrer, Fussgaenger oder andere PKW das tun…)
  • die meissten Radfahrer – eigentlich immer!
  • SUVs mit viiiiiiiel zu hoch eingestellter Lichtweitenregulierung

Besonders auffaellig ist in letzter Zeit das notorische Linksfahren von immer mehr behaemmerten. Da wird stur Strich 48 km/h links gefahren, diese Deppen denken ueberhaupt nich dran, mal rechts rueberzuwechseln. Das sind – ohne jetzt hier auf die Machoschiene abgleiten zu wollen – nebenbei bemerkt fast immer Frauen, die so fahren. Ich versteh’s ja nicht wenn ich ehrlich bin – was soll denn das? Wennse dann doch irgendwann mal dem Rechtsfahrgebot folgen, tun sie das – natuerlich – ohne Schulterblick und ohne jede Ruecksicht. Is ja auch logisch, denn rechts gilt ja ein Ueberholverbot.

Selten behaemmertes Volk -.-

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2 Kommentare zu “Rechtsfahrgebot vs. -Ueberholverbot

  1. Marcus 21. März 2009 um 17:12

    Im Grunde gebe ich Dir recht. Das Rechtsfahrgebot sollte viel mehr beachtet und überwacht werden.
    Wenn ich nur wüsste von wem… wenn es mehr Verkehrspolizisten (und weniger Politessen/private Knipser) gäbe, würde die StVO vielleicht mehr beachtet.

  2. sph1nxxx 22. März 2009 um 19:45

    Naja, es gilt ja ueberdies auch die Unschuldvermutung, so dass selbst im Falle strengerer Kontrollen eine wirkliche Ahndung nich sehr wahrscheinlich waere.
    Mir persoenlich waer’s wichtig dass die Menschen begreifen, dass sie mit solcher Fahrweise sich und andere gefaehrden – Fahrfehler fuehren immer auch zu Fehlern und/oder Fehlverhalten anderer. Sowas endet dann schnell mal in ner Tragoedie.
    Ich bezweifle, dass die, die so fahren, das wissen oder verstehen.
    Man sagt ja auch immer, dass die haeufigsten Unfallursachen zu schnelles fahren, sekundenschlaf oder Alkohol sind. Ich widerspreche dem und behaupte, dass es derartige Fehler sind, die eben dann zu den fehlern anderer fuehren. Das einfachste Beispiel ist ja, dass ich, wenn ich rechts ueberhole, IMMER im Unrecht bin. Also bring ich den Vorgang schnell hinter mich, was halt auch mal brenzlig wird.

    Aber gesunden Menschenverstand kann man halt nich lehren…*soifz*

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