Homo-Ehe oder nicht – Karriereentscheidende Frage

Lustiges passierte waehrend und nun nach der „Miss-USA-United“-Wahlen in den USA.
Judge und „bekennender Homosexueller“Perez Hilton befragte die bis dato vorne liegende Carrie Prejean aus Kalifornien zu ihrem Standpunkt hinsichtlich der Homo-Ehe.
Ueber Sinn und Unsinn einer solchen Frage in einer solchen Show mag man trefflich streiten, zumal im stockkonservativen Land der Maisfelder und steinigen Strassen.
Die Frage war nun also raus und Carrie Prejean antwortet prompt und verspielte damit ihren Vorsprung vor ihrer aergsten Verfolgerin Kristen Dalton aus North Carolina. Und ueberhaupt mit allen :D
Carrie Prejean kommt aus Californien, einem Bundesstaat mit einer beachtlichen Durchdringung der Bevoelkerung mit Schwulen und Lesben, ist stockkonservativ erzogen worden und glaubt an diese Grundsaetze. Das mag man wohlwollend zur Kenntnis nehmen oder ablehnen – aber es ist die Meinung von Carrie Prejean und als solche hat sie sie auch in der Show geaeussert.
Womoeglich brach ihr nichtmal die Meinung selbst, dass eine Ehe nur zwischen Maennern und Frauen geschlossen werden sollte, sondern vielmehr der Zusatz „No offense to anybody out there“ das Genick.
Denn natuerlich fuehlt sich immer irgendjemand angegriffen, wenn irgendwo ein Sack Reis umkippt. Notfalls halt der Verband der aufrechten Reiskoerner.

Im Anschluss an diese Nacht gab’s dann auch noch Nachschlag – Billy Bush (Access Hollywood) lud Carrie per Telefon ein, sich zu aeussern, das tat sie auch. Ihre Schwester, Mitglied der Air Force und „gay rights activist“, sei stolz auf Carrie aufgrund des Standpunktes und vor allem auf dessen Verteidigung auch auf Kosten der Wahlen.
Auch darueber mag man nun denken wie man moechte, immerhin ist es erstrangig ihre Schwester die nur in zweiter Reihe lesbisch ist. Dazu gibt es sicher bald noch eine Reaktion seitens der Air Force, die sich zu aeussern hat hinsichtlich der „Gay rights activists“ innerhalb der US Air Force :D. Das wird sicher nicht mehr ganz so lustig wie bisher, aber wer weiss, wer weiss. Was „die Schwulensache“ (whoops) angeht sind die Amis ja traditionell ausgesprochen schnell mit unbedachten Aeusserungen.

Normalerweise interessiert mich derlei Boulevard-Kram nicht – aber in Faellen, wo im „freisten Land der Welt“ persoenliche Meinungen dann doch nur insoweit geaeussert werden duerfen, wie sie politisch korrekt (und damit zumeist uninteressant und inhaltsleer) sind, horche ich durchaus immer wieder auf.
Mal abgesehen vom Standpunkt, den man teilen mag oder nicht, ist es halt ne Meinung die nun als Entscheidung fuer eine recht imposante Wahl gilt.

Und toll ist auch, welche Wellen es schlaegt ;o)

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