Parteimanifest

Praeambel

Parteimanifest der Partei “Ohne Kompromisse” zum Zeitpunkt der Gruendung (23.12.2009).
Das vorliegende Manifest umfasst die wesentlichen und bis auf Widerruf gueltigen strukturellen und organisatorischen Basispunkte, an denen sich “Ohne Kompromisse” in ihrer Erscheinung nach Innen wie Aussen orientiert.

1. Offizieller Kopf der Partei ‘OK’

Der Name der hier vorgestellten und damit verankerten Partei lautet “Ohne Kompromisse” – sie wird das Akronym “O.K.” (auch: OK) tragen und im Sprachgebrauch wie “okay” gesprochen werden.

Die erste und bis zur Aenderung benannte Anschrift der Parteizentrale lautet

Ohne Kompromisse
c/o Heiko Kreth
Leonorenstr 79
12247 Berlin

Kontaktaufnahme, Aufnahme-Antragsformulare, Spendenkontakte erfolgen allesamt ueber diese Postanschrift oder die Mailbox hinter “kontakt@ok2013.de”.

OK2013.de ist gleichermassen die offizielle Internetbasis fuer OK –  jedewede dort nicht publizierte oder verknuepfte Information zu OK entspricht nicht einer Verlautbarung der Partei noch beansprucht sie, im Namen der Partei zu gelten.

2. Struktur in ”OK”

Da es sich bei OK um eine Partei basisdemokratischer Natur handelt (und das nicht zuletzt aufgrund der ansonsten fehlenden Zulaessigkeit vor dem Bundeswahlleiter), ich als Gruender und Initiator gleichsam fuer Basisdemokratie wie gegen Kompromisse stehe, gelten folgende Prinzipien:

Die Mitglieder Nummer 2 und Nummer 3 (also die ersten beiden, die sich offiziell bereiterklaeren, in die Partei eintreten) werden gemeinsam mit dem Gruender automatisch zum 1. Vorstand ernannt.
Der Vorstand verhaelt sich innerhalb des Vorstands totalitaer, eine 100%-Mehrheit beschliesst die zu treffenden administrativen Entscheidungen.

Innerhalb der Partei gibt es zunaechst und bis auf Weiteres (Parteimitglieder <=500) keine Hierachie. Alle Mitglieder (inkl. des Vorstandes) sind bei Entscheidungen die Aenderung des Manifest’ betreffend stimm- und gleichberechtigt. Eingebrachte Aenderungsantraege muessen mit 99% aller anwesenden Abstimmenden gewaehlt werden, um aktiviert zu werden. Neuerliche Wahlen ueber getroffene Entscheidungen koennen unmittelbar eingereicht, jedoch fruehstens zum naechsten Termin  eines offiziellen Parteitages neu abgestimmt werden.

Offizielle Parteitage finden jeweils am zweiten Sonntag im Monat statt – bis zur Definition einer geeigneten Oertlichkeit ausschliesslich online. Mangels technischer Fertigkeiten sucht OK noch eine geeignete Option hierfuer. Bis dahin zaehlt MSN Messenger in einer Multi-User-Session als wahrscheinlichster Client fuer die stattfindenden Parteitage – exakte technische Informationen werden fruehzeitig bekanntgegeben.

Sollte sich das Konzept etablieren werden mittelfristig IRC & Webcasts als Tagungszentrale dienen.

Der Parteivorsitz gilt bis nach der Bundestagswahl 2013 als beschlossen (ein positives Misstrauensvotum vorbehalten, das jederzeit erfolgen kann) und wird am 1. Dezember 2013 neu gewaehlt oder bestaetigt. Ehemalige Mitglieder im Vorstand koennen unbegrenzt haeufig wiedergewaehlt werden.
Die Wahl erfolgt basisdemokratisch und totalitaer wie jede andere Entscheidungsfindung ebenfalls.

Das Misstrauensvotum kann jederzeit und von jedem eingereicht werden und richtet sich immer gegen genau _ein_ Mitglied des Vorstands.
Ein derartiges Votum erfolgt basisdemokratisch und totalitaer wie jede andere Entscheidungsfindung ebenfalls.

3. Grundsaetze der Partei

OK ist vor allem eines nicht: In Schubladen anzutreffen. Liberal, links, rechts, christdemokratisch, sozialdemokratisch, radikal – all das ist OK nicht ausschliesslich.

OK steht fuer totalitaere Basisdemokratie und gegen Kompromisse. OK repraesentiert die Meinung der Mitglieder und versteht sich als 100%-ige politische Vertretung der Mitglieder. OK noetigt Mitglieder nicht zu Kompromissen, vielmehr sind Kompromisse genau das, was OK zu vermeiden sucht.

Die offene Kommunikation, der Austausch, (Podiums-)Diskussionen, Debatten – all diese Elemente des intellektuellen Miteinanders bilden einen wesentlichen Teil der Informationsbasis von OK. Kein Grundsatz, keine politische Aussage geniesst Autonomie, jeder Punkt ist zu jeder Zeit debattierbar.

Die Partei orientiert sich in ihrer politischen Richtung an einigen, im folgenden grundsaetzlichen, gesellschaftspolitischen Eckdaten – Themengebiete, zu denen kein Punkt niedergeschrieben ist, sind nicht automatisch nicht Teil der Gesinnung der Partei – sie sind nur bisher nicht verfasst und stehen bei Bedarf und nach Aufforderung innerhalb der Partei beim jeweils kommenden Parteitag zur Debatte und zur Abstimmung.

4. Gesellschafts- und Wirtschaftspolitische Basispunkte – was wollen wir erreichen?

Vorwort:
Die folgende Aufzaehlung von Basispunkten erfolgt ohne geordnete Reihenfolge. Sie entspringt einer zufaelligen Aufzaehlung und ist als solche zu verstehen. Es wird damit keine Wertigkeit erzielt.

1) Mehr Macht dem Volk – Volksabstimmungen statt Plenumsdebatten

OK steht fuer eine breitere Auswahl an Volksabstimmungen als das bisher der Fall ist.
Volksabstimmungen sind der unmittelbare Wille der demokratischen Mehrheit des Volkes. Um einer ploetzlichen Stroemung von Aktivisten entgegenzuwirken sind Volksabstimmungen unserer Auffassung nach an enge Grenzen gebunden, im direkten Gegenzug aber verwaltungsarm und unkompliziert von jedem einzureichen.
– Das kann bedeuten, dass eine 3/4-Mehrheit bei einer Abstimmung erreicht werden muss.
– Das kann bedeuten, dass das einreichen einer Abstimmung nur formalen Grundsaetzen folgen muss.
– Das muss bedeuten, dass eine kostenfreie, sichere und manipulationsresistente Moeglichkeit zur Abstimmung ueber das Internet, Mobiltelefone, Festnetztelefone gegeben sein muss.
– Das muss bedeuten, dass alle Fakten zu einer Abstimmung zentral an einem Diskussionspunkt zusammengetragen werden koennen – oeffentlich zugaenglich, unmoderiert und wertungsfrei

Konkret:
> Mehr Volkentscheide – auch auf Bundesebene
> Weniger Buerokratie bei Volksentscheiden

2) Ein simples Steuermodell

70% aller weltweiten Fachliteratur zum Thema Steuern kommt aus dem deutschsprachigen Raum.
OK meint, ein ganzes Land zum Spielplatz einer elitaeren Minderheit von Steuerberatern zu machen, ist riskant, gefaehrlich und unnoetig.
Das aktuelle Steuermodell in Deutschland ist unausgewogen und viel zu komplex – und zudem ungerecht: es ist durchwachsen von Ausnahmen und Sonderregelungen, von denen nur wenige Prozent der Menschen profitieren und noch weniger hinreichend Kenntnis haben, auf sie zurueckzugreifen.

Der Verwaltungsaufwand, dieses Konstrukt zu stuetzen, ist einer Industrienation unwuerdig und unangemessen.
OK strebt daher eine Reformierung der Steuern in Deutschland an.
Welches Ausmass dieses Modell haben muss, muessen letztlich Profis entscheiden. OK fordert demnach einen unabhaengigen Ausschuss von Wirtschaftsweisen, Vertretern des Bundesrechnungshof und Betriebswirtschaftsexperten, deren einziges Ziel binnen einer Legislaturperiode es sein muss, Kernelemente zu kristallisieren und derart zusammenzufassen, dass das Ergebnis ein nachvollziehbares und manipulationsresistentes, simples Steuermodell ist.

Konkret:
> ein simples Steuermodell
> Streichung aller Ausnahmen in Steuergesetzen

3) Abschaffung mobiler „”Blitzer”

Das Aufstellen von mobilen Geschwindigkeitskontrollgeraeten folgt nach Ansicht von OK keiner Strategie der Erhoehung der Sicherheit im Strassenverkehr.
OK steht fuer generelles Verbot, mobile “Blitzer” aufzustellen.

OK befuerwortet andererseits die Kontrolle von Geschwindigkeitsgeboten durch stationaere Blitzer sowie das Einhalten von Ampelphasen durch sogenannte “Ampelblitzer” – insbesondere an gefaehrlichen Kreuzungen und ueberall dort, wo Kinder verstaerkt am Strassenverkehr teilnehmen.
Darueberhinaus steht OK fuer eine Politik der Praevention durch Bekanntgabe empfindlicher Strafen beim Fahren unter Drogeneinfluss sowie beim masslosen ignorieren von Hoechstgeschwindigkeiten.
Kontrolliert werden soll das mittels stationaerer Blitzer (vor allem innerorts) sowie verstaerkt durch mobile Laserfahrzeuge (vor allem ausserorts) der Polizei.

Konkret:
> Verbot mobiler Blitzer
> Verstaerkte Praesenz stationaerer Blitzer
> empfindlichere Strafen f. fahren unter Drogeneinfluss

4) GEZ weg – OeR Back to Basics

Der oeffentlich-rechtliche Rundfunk wird seit der flaechendeckenden Verbreitung von Hochgeschwindigkeits-Internetzugaengen in deutschen Haushalten seinem Auftrag nicht mehr gerecht, fuer die unabhaengige und meinungsneutrale Verbreitung von Nachrichten verantwortlich zu sein.
OK meint, die in seinem Auftrag handelnde Gebuehreneinzugszentrale GEZ und insbesondere die von ihr erhobene Gebuehr auf Rundfunkempfangsgeraete habe ihren Wirkungszenit laengst ueberschritten und ihre Daseinsberechtigung gaenzlich eingebuesst.

Die GEZ-Gebuehr gehoert gaenzlich abgeschafft, die oeffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind wirtschaftlich genauestens zu pruefen und wieder auf ihr Basisprogramm zu limitieren: Informationen.
Weg von Soaps, Volksmusik und dem werbewirksamen Zukauf von Hollywood-Filmen oder Fussballgrossevents, hin zum unabhaengigen, objektiven Informationsfernsehen.

Konkret:
> Wegfall GEZ-Gebuehr
> Ggf. neue, objektive Debatte um Kulturflatrate entfachen

5) Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung

Die Vorratsdatenspeicherung, die Provider und Telefonanbieter noetigt, saemtliche Verbindungsdaten ueber 6 Monate aufzuheben, ist nutzlos und teuer.
Das Bundesverfassungsgericht hat das unlaengst erneut bestaetigt und wird das augenscheinlich immer wieder tun.
Die von der europaeischen Union angeordnete Einfuehrung zieht einen Rattenschwanz organisatorischer Verwaltung nach sich, die in ueberhaupt keinem Verhaeltnis zum Nutzen der Uebung steht.
OK fordert den unmittelbaren Stop dieses Irrsinns – auch entgegen der Drohungen, die Bruessel fuer diesen Fall womoeglich vorsieht.

Konkret:
> ersatzloser Wegfall aller Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung

6) Hartz IV ist gescheitert!

Hartz IV ist gescheitert. Wer heute, fuenf Jahre nach der bisher komplett wirkungslosen Zusammenlegung von ALG II und Sozialhilfe noch an einer anderen Formulierung gesthaelt, ist unserer Auffassung nach noch nicht aufgewacht.
OK fordert eine Reformierung. Diese Reformierung kann anteilig eine bedingungslose Grundsicherung beinhalten, sie kann und muss zu grossen Teilen aus Um- und Weiterbildung bestehen. Sie muss darueberhinaus aber vor allem manipulationsresistent sein und darf nicht als Ende, sondern muss als Anfang verstanden und propagiert werden.

Konkret:
> Reformation Hartz IV – objektiv!

7) Harte Sanktionen fuer Steuerverschwendung

Jedes Jahr veroeffentlich der Bundesrechnungshof eine Liste ihm bekannter, markanter Steuerverschwendungen.
OK fordert die harte Sanktionierung der Verantwortlichen fuer diese Verschwendung und konstruktive Debatten darueber, wie diese Verschwendungen in der Vergangenheit haetten verhindert werden koennen – vor allem auch als Anleitung, wie man sie in der Zukunft vermeiden kann.

Konkret:
> Harte Sanktionen f. Steuerverschwendung
> Veroeffentlichung d. Sanktionen _und_ d. geplanten Kurskorrekturen

8) Transparenz zur Verwendung der Studiengebuehren

OK glaubt an ein Modell der Mitfinanzierung von Studienlehrgeaengen durch die Studenten und, am Vorbild USA, von ehemaligen Absolventen.
OK verlangt aber auch eine transparente und umfassende Informationspolitik der Universitaeten und Hochschulen, wie die erhaltenen Gebuehren verwendet werden.
Am Beispiel der Universitaet Hohenheim ist anschaulich dokumentiert, wie das realisiert werden kann, wenn man denn ein Interesse daran hat. OK verlangt die gesetzlich verankerte Transparenz dieser Ausgaben.

Konkret:
> Universitaeten muessen gezwungen werden, die Verwendung von Studiengebuehren transparent und oeffentlich zugaenglich zu machen

9) Verbot zur Erhebung von Gebuehren fuer Abmahnungen im minderschweren Fall

Abmahnungen, die fuer eine ganze Reihe Anwaelte inzwischen zur Haupteinnahmequelle geworden sind, sind kuenftig an sehr enge Richtlinien zu knuepfen.
So ist einerseits fuer eine rechtssichere Moeglichkeit zu sorgen, Hinweise auf den Missbrauch von Urheberrechten persoenlich und ohne Zuhilfenahme von Rechtsanwaelten anzumelden und notfalls die daraus entstehenden Konsequenzen wirksam durchzusetzen.
Anderseits steht OK fuer die Forderung, dass Abmahnungen von Anwaltskanzleien, insbesondere erste Abmahnungen im Bereich von Bagatelldelikten von bislang straffaellig unauffaelligen Buergern, fuer den Ermahnten kostenfrei bleiben.

Konkret:
> Abmahnungen f. Abgemahnten im ersten Anschreiben je Fall kostenfrei
> rechtlich sichere Moeglichkeit f. betroffene, ohne Zuhilfenahme von Anwaelten Urheberrechte geltend zu machen

10) Gesetzliche Grundlage zur unbedingten Transparenz bei Heiz- und Nebenkostenabrechnungen

OK steht fuer die Verpflichtung aller Wohnungsverwalter und –vermieter, die Neben- und Heizkostenabrechnungen aller betreuten Mietwohnungen transparent und fuer Mieter (automatisch) und interessierte (ggf. auf Anfrage) oeffentlich zugaenglich zu machen.
Damit soll verhindert werden, dass Mieter nach ihrem Einzug feststellen, dass vor dem Einzug geschaetzte Nebenkostenabschlaege deutlich unter den tatsaechlich anfallenden Zahlen liegen um die Warmmiete optisch aufzufrischen – man koennte sich nun im Vorfeld ueber die realen Zahlen informieren.
Zudem dient diese Massnahme der Moeglichkeit der Transparenz den Mietern gegenueber sowie zeitgleich der Entlastung der Gerichte, die sich kuenftig mit weniger Trivialklagen auseinandersetzen muessen, die nicht vorgenommen worden waeren, haetten alle Parteien identische Informationen zu anfallenden Kosten und verursachenden Vertraegen etc besessen.
Die Massnahme dient natuerlich ausserdem dem integeren Wunsch, prophylaktisch gegen Manipulationen an Neben- und Heizkosten vorzubeugen.

Konkret:
> Veroeffentlichung d. letzten zehn Neben- und Heizkostenabrechnungen f. Mietwohnungen – inkl. aller anhaengigen Vertraege
> Uebermittlung aller Vertraege zu Neben- und Heizkostenabrechnungen an die Mieter – unaufgefordert und zusammen mit den Abrechnungen.

11) Exakte Pruefung von Subventionen – generell und regelmaessig.

OK steht fuer eine Politik ohne Lobbyismus. Subventionen muessen dort greifen, wo es unvermeidbar und sinnvoll ist. Sie duerfen keinesfalls davon abhaengen, wer das zu entscheiden hat.
Politiker duerfen in ihrer aktiven Zeit als Volksvertreter keinen wirtschaftsaktiven Vorstaenden, Firmen, Aufsichtsraeten angehoeren. Das fachliche Know-How kann, darf und muss durch externe Berater einbezogen werden – aber objektiv und unabhaengig.
Zu diesem Zweck ist OK fuer die exakte Pruefung moeglicher Beziehungen zwischen Interessenvertretungen und Politikern in Fragen der Subventionierung – und noetigenfalls fuer die konsequente Neubesetzung von Projektleitern in diesen Themen.

Konkret:
> Politiker duerfen nicht in der freien Wirtschaft arbeiten
> Subventionen muessen ueberarbeitet und ggf. neu berechnet werden
> Kuenftige Subventionen sind objektiv zu pruefen – noetigenfalls gerichtlich

12) Lobbyresistente Pruefung der Kulturflatrate

Die Kulturflatrate muss erneut geprueft werden. Die unter Punkt 4 angesprochene, wegfallende GEZ-Gebuehr koennte hier als Option dienen, den Buergern mittels einer Flatrategebuehr den freien, offenen Zugang zu Musik, Filmen und anderer Kunst zu gewaehren.
Die Wirtschaftlichkeit dieser Flatrate muss genau geprueft werden – aber unabhaengig und ohne Einwirkung der Interessenvertretungen aller Seiten.

Konkret:
> Neubewertung d. Kulturflatrate
> Ggf. Kostenmodell nach Wegfall d. GEZ-Gebuehr pruefen

13) Verkauf von “Cut”-Versionen von Spielen & Filmen regulieren

Wer einen Film, ein Spiel oder eine CD kauft, von dem zwei oder mehr Versionen vorhanden sind, muss kuenftig deutlich darauf hingewiesen werden, welche Version er in Haenden haelt (aehnlich der bisherigen Kennzeichnung der FSK/USK). Der fuer den Kunden oft nicht transparente und infolgedessen irrefuehrende Verkauf von “geschnittener” Ware gehoert geahndet.
Zusaetzlich duerfen die deratig ungeschnittenen Artikel nicht mehr als 10% Aufpreis verursachen.
Jeder Haendler, der eine Version verkauft, muss verpflichtet werden, die anderen auch vorzuhalten. Kann er das zu einem Zeitpunkt nicht mehr, sollte er die anderen Versionen nicht mehr ausstellen duerfen.
Fuer den Online-Versandhandel ist eine geeignete Altersverifikation zu erdenken. Denkbar waere beispielsweise das Gegenpruefen von Personalausweisnummern.

Konkret:
> Verpflichtung, “Cut”-Versionen kenntlich zu machen
> Verpflichtung, neben geschnittenen Versionen automatisch auch ungeschnittene f. nicht mehr als 10% Aufpreis anbieten zu muessen

14) Lueckenlose Aufklaerung der Situation in Afghanistan

Die deutsche Bevoelkerung hat ein Anrecht darauf, zu erfahren und (sieht Punkt 1) mitzubestimmen, ob Deutschland im Krieg ist oder nicht.
Das gilt im Augenblick erstrangig fuer den aktuellen Konflikt in Afghanistan – aber kuenftig auch fuer alle anderen militaerischen Konflikte auf der Welt, an denen Deutschland auf irgendeine Weise beteiligt ist.

Konkret:
> militaerische Bewertung d. Situation in Afghanistan
> militaerische Bewertung aller Auslandseinsaetze d. Bundeswehr

15) Neuberechnung von Kindergeld & Kinderfreibetrag

Kindergeld dient nach Auffassung von OK erstrangig der Erziehung von Kindern. Es soll unserer Meinung nach einerseits Eltern bei ihrem Vorhaben, eine Familie zu gruenden, animieren, die in Deutschland nicht ganz ehrlich gefuehrte Debatte um dramatisch zurueckgehende Geburtenquoten zu ignorieren.
Ausserdem soll es der Entlastung der Eltern dienen, um auch solchen Familien die perspektivische Erziehung ihrer Kinder zu ermoeglichen, denen, aus welchen Gruenden auch immer, die substanziellen Grundfesten einer soliden Familie fehlen.
Beides wird unserer Ansicht nach nicht wirkungsvoll erreicht, das Kindergeld muss einer objektiven Bewertung unterzogen und ggf. dessen Zuordnung ueberdacht werden.

Wesentlich gravierender ist jedoch, dass Erhoehungen des Kindergelds nur diejenigen Familien entlasten, die auf eine Erhoehung nicht angewiesen sind (2x mittleres bis hohes Einkommen, finanziell stabiler Background). Debatten um Kindergelderhoehungen muessen unbedingt weggefuehrt werden vom Werbecharakter um Waehlerstimmen.

Konkret:
> Neuberechung Kindergeld
> Kuenftige Erhoehung _nur_ im dritten Viertel einer Legislaturperiode – und die auch nicht wider allen Widerstands von Experten aus der Wirtschaft und den zugehoerigen Gremien. Wenn eine Erhoehung offensichtlich nur der Publicity dient, muss sie untersagt werden koennen.

16) Einrichtung eines virtuellen Wahlkreises

Um die Startschwierigkeiten von OK nicht jeder anderen, ambitionierten Bewegung zuzumuten verlangt OK die Einfuehrung eines sogenannten “virtuellen Wahlkreises”.
Ein solcher Wahlkreis beschraenkt die Praesenz eines waehlbaren Kandidaten nicht auf einen Raum, sondern auf eine Zeit.
Das Internet ist elementarer Bestandteil der aktiven Kommunikation dieses Zeitalters – es wird Zeit, dass die antiquierten Grundsaetze vergangener (Bundestags-)Wahlen diesem Zeitalter angemessenere Wirkungsformen angepasst werden.

Konkret:
> Einrichtung virtueller Wahlkreis
> Konzeptionierung Portal zur Betreuung eines solchen Wahlkreises
> “zu komplex” ist eine Ausrede – kein Argument!

17) Objektive Debatte um “Vollbeschaeftigung”

OK haelt “Vollbeschaeftigung” fuer ein Buzz-Word der sozialdemokatischen Parteien Deutschlands. Weder ist sie notwendig, noch ist sie gewollt. Einerseits werden in Deutschland Wirtschaftsregionen teuer subventioniert, um Beschaeftigungsnotwendigkeit zu suggerieren, andererseits plagen wirtschaftsunternehmen um die schlechte Motivationsmoral unter den Arbeitnehmern.
OK sagt nicht, dass ein bedingungsloses Einkommen hier den optimalen Kompromiss bietet, aber OK verlangt eine objektive Auseinandersetzung mit diesem Thema. Auch und insbesondere mit Blick auf die sozialen Gefaelle, die die Nachfolgegenerationen erwarten, die der aktuellen folgen werden.

Karriere ist fuer die aktuelle Arbeitnehmer-Generation keine Option mehr – es ist zur Lebensnotwendigkeit geraten.
Die dramatischen Zahlen, die sich mit Burn-Outs befassen, mit motivationslosigkeit, Depressionen und der sozialen Gerechtigkeit muessen und sollten uns alarmieren.

Konkret:
> OK verlangt die detaillierte Pruefung von “Vollbeschaeftigung vs bedingungsloses Grundeigenkommen”. OK ist der festen Ueberzeugung, die Mitte liegt irgendwo dazwischen.

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2 Kommentare zu “Parteimanifest

  1. Parteimanifest – Ergaenzung « manticora 19. November 2010 um 20:05

    […] Ergaenzend zum Parteimanifest: […]

  2. […] zum Parteimanifest und der Ergaenzung […]

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