Ein Zustand totaler Dualitaet

irgendwie fiel mir das heute morgen unter der Dusche ein (wie nebenbei bemerkt viele meiner pseudokreativen Gedanken): Ich wuenschte, ich waere faehig, einen Zustand absoluter Dualitaet herzustellen. Also quasi zwei Koerper zu besitzen, die ich mit einem Bewusstsein zeitgleich steuern koennte – ohne dass die anderen Menschen davon wuessten (wohingegen es okay waer, wenn jeder dieses Privileg haette – es wuesste nur einfach niemand, dass es auch anderen so geht und es liesse sich auch nicht beweisen oder auch nur vermuten).
Je nach Situation muesste ich in der Lage sein, meinen Bewusstseinsfokus zu “switchen” – ich erwarte von dieser Vision nicht, dass ich in der Lage waere, beides zeitgleich identisch intensiv zu erleben – zumal es auch wieder nur dazu fuehren wuerde, dass ich langweiliges intensiver erleben wuerde, als ich wollte.
Rudimentaere, ‘gleitende’, farblose Aktivitaet auf der einen Seite – intensives, bewusstseinsprengendes, bombastisch buntes Erleben auf der anderen Seite.

Man waere in der Lage, ungeliebte Rituale quasi zu verschlafen – Zur Arbeit fahren, in Warteschlangen stehen, Gerichtstermine wahrnehmen, Schlafen und all den andern Kram, der unsere kurze Zeit auf Erden mit Nichtigkeiten und ueberfluessigem bombardiert – hier kann ja jeder seine eigene Auswahl zusammenstellen :D
Auf der anderen Seite koennte man sich jeweils einer ‘Version’ zuwenden, die grade den spannenden Kinofilm sieht, ein leckeres 5-Gaenge-Menue serviert bekommt, guten Sex hat, einfach nur feiert. Da man gleichzeitig beides erlebt, laeuft man nicht Gefahr, wie bei der Fussballkonferenz auf einem bekannten deutschen Abzocker-PayTV-Sender laufend zu spaet zu einer Situation zu erscheinen – man haette sowas wie ein “fading” zwischen den Wechseln – einen Uebergang, in dessen Verlauf man beides gleichzeitig gleich scharf erlebt.

Die Moeglichkeiten, die sich ergaeben – unfassbar. Man koennte quasi um die ganze Welt reisen und derweil auf halber Flamme das Geld dazu verdienen. Man koennte zeitgleich verschiedene Parties besuchen und kurzfristig entscheiden, welche einem mehr zusagt – statt muehsam von einer zur naechsten zu tingeln und zu hoffen, dass es besser wird. Man koennte jeden guten, wertvollen Moment mit voller Wertschaetzung erleben – da man direkt einen Vergleich hat, was die derzeitige Alternative waere.

Ich persoenlich wuerde – ganz gewiss sogar – die so erlebten Zeiten anders betrachten. Schon heute ist mein mentaler Funkenflug nicht in der Lage, bei oeden Erlebnissen bei der Sache zu bleiben.
Bei vielen spannenderen Sachen merke ich erst im Nachhinein, was mir da entgangen ist – dann ist es aber zu spaet, sich das zu vergegenwaertigen. In meinem nutzlosen Gedaechtnis verblassen derartige Momente schneller als mir lieb ist, und so bleibt von solchen Momenten oft nur die Vermutung an Erlebtes mit einem Hauch von Wehmut, Freude, Glueck – gekoppelt an eine Version einer Vergangenheit, die womoeglich so real ist wie jeder gute Mythos – eben nur ein kleines bisschen…

Schade drum. In vielerlei Hinsicht

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