In einer fernen Welt…

„Kepler“ in Höchstform: Erdähnliche Planeten entdeckt – n-tv.de.

 

Is mir unklar.

Wieso ist „Wasser“ die Grundlage allen Lebens? Wieso ist es auf Planeten nach Meinung von Astronomen „zu heiss“ fuer Leben? Wieso ist alles, was wir ueber das Leben zu glauben wissen, allgemeingueltig fuer das ganze, von uns nichtmal einsehbare Universum? Wieso ist unsere Definition von „Leben“ grundsaetzlich die einzig akzeptable?

Angenommen, wir, die Bewohner dieses Planeten, sind NICHT die einzigen Lebewesen dort draussen. Angenommen, die spektakulaere Geschichte unserer Evolution ist nicht nur genau einmal passiert und nur hier hat sich auf wundersame Weise ein Staubkorn ans andere gekuschelt um Millionen Jahre spaeter auf diese, vor mir liegende Tastatur zu haemmern. Wieso ist es unter diesen Annahmen abwegig, dass auch Leben ohne Wasser existieren kann? Und was genau ist „Leben“ eigentlich? Die einfachste, greifbare und fuer uns irgendwie plausible Version davon ist doch „kann unter den Umstaenden, die auf der Erde vorliegen, existieren“. Klar, wenn man sich daran stur haelt, kann man vermutlich wirklich alles, was nicht die Erde ist, als ungeeignet, Leben zu gestatten, anerkennen. Wieso aber sollten diese fuer uns logischen Grundregeln auch fuer andere gelten?

Selbst wenn wir mal nur die Phantasie der Menschen als Grundlage nehmen: seit Jahrhunderten skizzieren vermeintlich kreative Koepfe Lebensformen, die nicht auf Wasser angewiesen sind um zu existieren. Lebensformen, denen die Umgebungstemperatur scheissegal ist. Lebensformen, die mal mehr und mal weniger Menschen aehnlich sind – oder auch gaenzlich anders sind. Sie alle eint im Grunde vor allem nur eines: Existenz. Sie existieren aber nicht zwangslaeufig in unseren engen Massstaeben, in unserer Vorstellung von den grundsaetzlichen Gegebenheiten dieses Universums.

Alles, was wir ueber die Erde, unser Sonnensystem und das Universum wissen, messen wir doch nur nach dem Massstab, in dem wir uns auskennen – nach Regeln, die wir kennen, deren Grenzwerte klar sind. Das Wasser ist nass, der Himmel ist blau und die Menschen sind das intelligenteste, was im Weltall rummschwirrt (um mal ein etwas angestaubtes Filmzitat zu entlehnen).
Vielleicht gelten fuer andere Existenzen aber andere Regeln? Wieso ist das so schwer zu glauben, dass es Wesen aus Materialien gibt, die wir nicht einmal kennen. Die sich von Dingen ernaehren, die wir ebenfalls nicht kennen. Oder die auf Nahrung ueberhaupt nicht angewiesen sind. Die nur in Form von Strahlung existieren. Oder in Form eines Zustandes, den wir nichtmal kennen. Ja, es gibt nur „Fest“, „Fluessig“ und „Gasfoermig“. Aber ist das nicht vielleicht auch einfach nur eine Limitierung, der wir hier auf der Erde unterliegen? Oder deren Grenzen wir einfach noch nicht erkannt haben, entdeckt haben?

Warum sind alle diese Fragen so gross, so wenig greifbar. Das wird mich beizeiten wahnsinnig machen, das ich das nicht verstehe oder auch nur begreife.

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