Der Kunde ist zurück (TC II u.a.) :D

Rückblende:
Der Winter naht, ich muss das erste mal in meinem Leben Winterreifen kaufen, weil Lucy mit Sommerreifen geliefert wurde und ich bisher nur Ganzjahresreifen hatte. Ist ja kein Problem – sollte man meinen.
Ich überlege mir also ein Konzept, wäge dieses gegen jenes ab und entschließe mich als Grundlage im zwei-Jahres-Plan zum Kauf von Reifen, Beibehaltung der Felgen um im nächsten Sommer dann Alufelgen zu ordern – da die etwas größer sein werden als die bisher aufgezogenen 185/65 15”-Gummis kann ich die Sommerreifen auch mitverhandeln oder anschließend verkaufen – wiederverwenden wird jedenfalls nicht klappen.
Mit ein bisschen Google erhält man recht zügig einen Überblick über das derzeitige Sortiment. Ich beginne am 04.10.11 mit der Auswahl – ich erfahre nebenbei, das sei schon reichlich spät um die volle Auswahl zur Verfügung zu haben – sei’s drum.
Meine Wahl fällt auf A.T.U., die haben eine Sorte Reifen im Angebot (und laut Website in 3-5 Werktagen lieferbar) die in den meisten Tests überdurchschnittlich gut abschneiden und relativ günstig sind. Zudem gibt’s bei Bestellung bis zum 05.10.11 die Bereifung samt Auswuchten für lau beim Kauf eines neuen Satzes Reifen. Klingt super, will ich. Ordere also die Reifen innerhalb der Angebotsfrist, gebe Lieferung in eine nahegelegene Filiale an und signalisiere, die Reifen dort wechseln und die alten ggf. einlagern zu lassen (als Verhandlungsbasis und weil sich Sommerreifen sicher im Frühling besser verkaufen als vor dem Winter ;o)). Am 06.10.11 bekomme ich eine E-Mail von A.T.U., der Reifen wäre eine ganze Weile lang nicht lieferbar – schuld sei der Hersteller, der nicht liefere. Dass der Reifen als ‘lieferbar’ im Shop markiert war ist offenbar bereits egal. Immerhin ändern sie den Lieferstatus anschließend. Wie dem auch sei, sie fragen nach, ob ich denn nicht einen der anderen Reifen haben möchte. Ich schreibe zurück, ja, das würde ich. Sie sollen den XYZ fertig machen. Und ich hätte gerne dennoch den Kostenlos-Wechseln-Voucher. A.T.U. schreibt, da ich als Bezahlart Kreditkarte hatte könne man die Bestellung nicht ‘umschreiben’, ich müsse neu bestellen und man würde die alte stornieren. Damit könnte ich leben. Dummerweise verlieren sie keine Silbe über meine Nachfrage zum Wechsel der Reifen. Also bitte ich um Storno und kauf meine Reifen halt woanders. Die Stornierung wird nebenbei bemerkt natürlich nicht bestätigt…

Also geht die Suche weiter. Den bevorzugten Reifen habe ich, eine ungefähre Hausnummer zum Preis ebenso. Also Anfrage bei Reifen Müller, sicherlich Berlins prominentester Adresse zum Thema. Telefonisch sind die nicht zu erreichen, auf meine Anfrage per Mail wird gar nicht reagiert. Offenbar sind die schon ausreichend beschäftigt.

Nächste Anlaufstelle ist Reifen Leidig in Berlin Steglitz, die kenne ich zumindest. Meinen bevorzugten Reifen haben die nicht, meine zweite Wahl bieten sie mir an, raten aber davon ab und raten zu zwei Alternativen (etwas kostspieliger, aber die Begründung klingt kompetent – kann ich allerdings nicht wirklich beurteilen, verlasse mich da total auf deren Urteil). Insgesamt sind vier Reifen im Angebot, die Installationspauschale inkl. Auswuchten und auf Wunsch Entsorgung der Altreifen liegt bei Astronomischen 12 € – JE REIFEN!. Bei der Konkurrenz bekommt man für 12 Euro den gesamten Satz gewechselt. Aber sei’s drum.
Die Preise im Angebot sind Nettopreise, das sehe ich spät und freue mich über moderate Preise, ganz in der Nähe des bisherigen Bestpreises von A.T.U.. Heute bin ich um 19% schlauer – vom ordentlichen Stundensatz von etwa 100€ für den Mechaniker ganz zu schweigen.
Wir vereinbaren schriftlich (per Mail) einen Termin, man sagt mir zu, das ganze dauert etwa eine halbe Stunde. Ich fahre pünktlich hin, bereite Pläne für eine kleine Shoppingtour vor während die am Auto werkeln. Vor Ort hat man aber keine Ahnung was genau ich dort möchte. Ja, man habe eine Bestellung auf einen Namen, der meinem ganz ähnlich ist (also falsch “abgeschrieben” wurde aus der Mail…), von einem Termin wisse man aber nichts. Hektisch bietet mir die sehr freundliche Kundenbetreuerin vor Ort einen Ausweichtermin an. Morgens, halb zehn, an einem Freitag. Super Zeitpunkt. Kein Wunder, dass der noch frei ist…
Ich nehme den Termin an und ab hier wird die Story öde, weil’s dann reibungslos läuft.

Außerdem toll: Ich will in einem Onlineshop in den USA was bestellen. “International Shipping”? of course, no problem. Was das kostet? erfährt man nicht. Erst einmal muss man fertig einkaufen, sich anschließend anmelden, eine Bestätigungsmail abwarten, um dann zu erfahren, dass die Portokosten für Lieferung per UPS nach Deutschland bei günstigen 259,00 $ liegen. Das Paket hätte etwa ein Gewicht von 3 Kilo gehabt. Habe ich dann doch verzichtet. Ein Konkurrent bietet die Lieferung für sagenhafte 59,00 $ an. Mir auch zu viel. Schade. Frage mich, wie sich international anbietende Verkäufer bei ebay über Wasser halten…

Ebenfalls schön: Kabel Deutschland hat jetzt endlich (sigh!) die HD-Kanäle der privaten Fernseh-Trash-Sender im Angebot. Mein Digital-Receiver weist mich drauf hin, ich installiere und sehe. Nüschts.
Ich warte zwei, drei Tage, es ändert sich nichts. Ich rufe bei TeleColumbus an, frage nach, was es mit den Kanälen auf sich habe. “Ja, KD hat die jetzt, aber wir können die noch nicht nutzen. Es wird derzeit verhandelt, ob und wann das möglich sein wird”. Drollig. Ich bezahl die Sender schon ne Weile automatisch mit, nun sind sie da – sehen kann ich sie aber nicht. Weiß gar nicht, ob ich hier KD oder TC die Schuld geben soll. Einfach beiden – immerhin ist mir Schnurzpiep wer mir das Signal ins Haus liefert – die sollen sich einigen und gut ist.

Nun ja. Meine Erwartungshaltung ist, scheint’s, immer noch zu hoch.

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