Wacken Open Air 2013 – Man kann es einem aber auch nicht recht machen…

Sonne. Bruthitze. Auf der Suche nach Abkühlung nehme ich jeden kleinen Unterschlupf mit, der, wenngleich nur für den Hauch einer Sekunde, Schatten spendet. Doch es nutzt nichts, die Sonne brennt im selben Maße unbarmherzig auf mich ein wie die sehr vereinzelten Wölkchen lethargisch am Himmel vorüberziehen.

Ich brate zwei volle Tage lang, als sich die obligatorische Wackenwolke ein Herz nimmt und die Hilferufe der 90.000 Besucher des Festivals erhört – sie entlädt sich in einem Schwung, spült Tausende hinfort aus dem Infield. Sie überschwemmt mit einem Mal die Bühne, vor der ich geduldig, summend und hocherfreut einer meiner „muss ich sehen“-Bands dieses Wochenendes begleite. Dann ist es vorbei, und die jetzt viel zahmer wirkende Sonne freundet sich mit Quellwolken an und erfreut uns mit herrlichem Festivalwetter.

Doch der Reihe nach. Wacken 2013 ist in den Knochen und Gliedern, und es begann schon mal großartig: Meine vermutlich einzige Leserin dieser Beiträge (neben mir selbst wenn ich in alten Zeiten schwelge ^^) hat mir ein Geschenk zukommen lassen – einen Flachmann, versehen mit einer Gravur meiner Vornamens-Initiale und gefüllt mit leckerem Glenmorangie Single Malt – vielen Dank dafür an Mama Marc ;). Wir haben uns dann auch nicht nehmen lassen, den Vorabend vor Wacken zusätzlich zu den obligatorischen Auftaktbierchen bei einem (oder waren es zwei? Gar mehr?) Whisky ausklingen zu lassen – standesgemäß eben :D

Am nächsten Morgen, es hilft halt nix, trotzdem früh raus. Die Nacht mies geschlafen (Wacken-Entschlacken und Whisky am Abend sind echt ne unglückliche Mischung), morgens dann Hektik weil mir auffällt, ich hab gar nicht alles gepackt o_0. Schnell die wesentlichen Dinge in den Rucksack geworfen, eine letzte Dusche, ein letzter, halbherziger Versuch, der Keramik zu zeigen, wer Herr im Haus ist, schon stehen die Horden vor der Tür. Ein Muli, 3 PKW versperren meinen lieben Nachbarn die Einfahrt und ihre Parkplätze :D
Wir verschieben ein bissl Gepäck, verstauen ein paar Menschen und sind SchwuppDiWupp hinter Hamburg. NATÜRLICH hinter Hamburg, eine offizielle Stauwarnung für diese Strecke sowie die empfohlenen Ausweichrouten ignorieren Metaller natürlich hartnäckig ;)
Auf gewohntem Parkplatz (vermutlich im Rest des Jahres ein beliebter Swingertreffpunkt ^^) treffen wir unsere Uedemer Freunde um anschließend Schnurstracks auf Campground S im Holy Wacken Land zu rollen. Kurz vor der Campsite noch dieser Schnappschuss:

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Da weiß man direkt – man is bald da… Da bedeutet dieses Jahr: Campground S. Sagte ich schon? Kann man nicht oft genug sagen…Campground S ist:

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(Foto von Ralph Larmann via wacken.com)

Zur Orientierung habe ich die Hauptbühnen auch markiert…
Nun hat jeder Standort seine Vor- und Nachteile, der offensichtliche Nachteil an diesem Standort ist seine Distanz zur Festivalsite – so wurden auch 2013 wieder beträchtliche Kilometer abgespult um vom Campground zu den Bühnen und zurück zu gelangen. Je nach alkoholischem Level wurden auch noch Zusatzkilometer angehangen – doch dazu später mehr

Das Camp ist schnell errichtet, inzwischen arbeiten wir Hand in Hand und mit der Souveränität von hundert Jahren Festivalerfahrung…Die erste gemeinschaftliche Einrichtung sind, wie jedes Jahr, Pavillon > Bierzeltgarnitur > Trichter. Den haben dann auch direkt mal einige eingeweiht – willkommen im Wackenwochenende. Der erste Grill brutzelte auch binnen Minuten die ersten Steaks, die Bierchen wurden zusehends einsamer in ihrer häuslichen Umgebung…

Ich bin mit einer Handvoll Leute noch zur Festivalsite runter, Bändchen holen, zwei, drei Trällerbands anhören, im Biergarten versacken… Es ist Mittwoch aufm W:O:A – ich betrachte das inzwischen als obligatorisch.
Amüsante Begleiterscheinung dieses Jahr ist die Bändchenausgabe, es gibt nur noch eine (statt wie üblich zwei) und sie ist zentral auf dem Wacken Plaza abgestellt. Kurz vor der Bändchenausgabe treffen wir mit einer anderen Gruppe aus unserem Camp zusammen, alles verteilt sich neu, plötzlich bin ich mit Jens isoliert. Mangels lustigerer Ideen stellen wir uns in die erstbeste Schlange und halten von dort aus Ausschau nach unseren Leuten. Aber nichts zu sehen weit und breit.
Während der Campinstallation werden einem erstmals (also bei mir erstmals) kleine Schnipselchen vom Ticket abgerissen, bei mir offenbar auf der falschen Seite. Nach einer gefühlten Stunde in der Wackenschlange erklärt mir die junge Dame von der Bändchenausgabe, dass das deshalb so nix wird, ich solle mich an die Information wenden, ich bräuchte diesen Schnipsel… Ich sehe mich dieses Jahr schon im Camp verbringen, wackel zur Information rüber (liefere mir einen wie gewohnt lustigen Dialog mit einem Secu, in der Form:

Secu: “hey, Du kannst hier nicht durch – Du brauchst n Bändchen”

Icke: “hey, ja, super – bekomm ich nicht, hab n Ticket”

Secu: “jaaa, aber das Ticket bekommste ja auch mit dem Bändchen wieder”

Icke: “na da kann ich jetzt aber auch nix für, ich wurd hierhergeschickt”

Naja, es ist ein warmer Sommertag, er lässt mich dann doch noch durch. Die Dame an der Info regelt das unbürokratisch, stellt mich nach vorne in die Schlange, gibt mir Bändchen und Full Metal Bag und am Job ist ein Häkchen.
Ich wandere wieder zu “meiner” Bändchenausgabe, wo wir inzwischen unsere Leute in der Schlange, etwa ne halbe Stunde hinter uns, stehen sehen – lustige Dialoge sind da vorprogrammiert ;)

Wir gehen uns noch ein paar Bands ansehen (darunter TRALLERY, die richtig gut klingen) und versacken anschließend standesgemäß im Biergarten. Mission accomplished :D

Der Donnerstag bringt tolles Festivalwetter, es stellt sich heraus, dass die Entfernung zum Festivalgelände ihre Sonnenseiten offenbaren kann: Die unmittelbare Nähe zum Nachbarort von Wacken, “Holstenniendorf“. Dort gibt es anständigen Kaffee, anständige WCs und einen ganz brauchbaren Duschpark. Nichts aber kann mit dem Champagner- und Kaviarfrühstück mithalten, dass sich in unserem Camp abspielt:

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Soll nur ja niemand glauben, dass wir keine Kultur hätten o_0

Der Tag plätschert so vor sich hin, ich beginne mit grausamer Musik von MYSTERIOUS PRIESTESS, es folgt der wirklich gute Auftritt von INDUSTRIAL CITY, wieder eine Perle entdeckt ;)
Anschließend bin ich aufs Infield, das erste mal vor die großen Bühnen. ANNIHILATOR haben sich angekündigt, und sie machen dem staubigen Untergrund so richtig die Hölle heiß. Große Show, große Musik. Einfach zum Niederknien.
Damit hat es sich aber leider schon mit musikalischen Highlights. Da ich meine Running Order im Zelt vergesse, verpasse ich den Auftritt von HAGGARD :/
Ich irre, alleine und ziellos, über das Festivalgelände, kleine Abstecher auf die Fressmeile im Wackinger und auf den Metalmarkt erheitern mich aber auch nur temporär. Während DEEP PURPLE noch spielen (und dabei echt gar nicht überzeugen können :/) schlendere ich zur Videoleinwand vor dem Infield, der traditionelle “Place to be” für die Bands am Donnerstag, der “night to remember” auf Wacken.
Hier sind schon diverse Leute aus meinem Camp, vor uns haben es sich zwei Leute auf Campingstühlen gemütlich gemacht. Wir beginnen zu quatschen, haben uns ja schließlich lange nicht gesehen und viel zu erzählen… Zwischendurch lästern wir auch über die grottenschlechten Deep Purple, als einer der beiden Stuhlhocker sich umdreht und loszetert, wenn’s uns nicht gefällt, sollen wir gefälligst woanders hingehen und ihn nicht nerven. Ich verkneif mir die schnippische Bemerkung, dass er hier schließlich aufm Moviefeld hockt, faul und asozial in einem Campingstuhl, und zünd mir stattdessen ne Zigarre an. Wie es das Karma so will, zieht deren Qualm direkt zu den beiden Stuhlsitzern…Nach etwa zehn Minuten eisernem Nach-Vorne-Schauen schnappen sie sich ihre Stühle und fucken andere Leute weiter vorne ab. Auch hier gilt:  Mission erfüllt. Plötzlich ist unser Sichtfeld auf die Leinwand auch viel besser. Doof nur, dass der Sound wieder nicht gut ist – zwischen der Übertragung und der Livemusik von links liegt immer gut ne halbe Sekunde. Klingt gruselig. Nach der Hälfte der Rammsteinshow – also noch vor Heino ^^ – gehe ich, hock mich in die Shisha-Bar und genieße mein persönliches Finish dieses Tages. Nach meiner Heimkehr noch ein, zwei Bierchen, dann ist der Tag gelaufen, unsere Mitternachtssonne wünscht uns ebenfalls eine gute Nacht (wir haben sie am Folgetag dann abgeklebt ^^)…

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Am Freitag wurd’s richtig brutal. Die Sonne war am Donnerstag schon warm und teilweise nervötend, aber Freitag war die Hölle. Ich bin zu spät fit geworden, statt NEAERA gab’s für mich eine späte Dusche (und dafür so etwa 90 Minuten dohv in der Sonne braten…) und irgendwann dann IHSAHN. Die sind leider nicht so spannend, bin dann doch lieber zu UGLY KID JOE getingelt – die kenne ich noch aus längst vergangenen Tagen, das Konzert war auch ganz lustig. Nach UKJ haben auf der Nebenbühne PRETTY MAIDS ihren Auftritt, die Band war mir vorher durch eine lose Bekanntschaft mit dem Keyboarder ein Begriff, gehört hatte ich sie noch nie. Muss aber sagen, live gehen die ganz gut ab. Anschließend SOILWORK, von denen ich mir irgendwie mehr versprochen hatte… Seltsames Konzert. SABATON sehe ich von gaaaaaaaaanz weit hinten, der Sänger ist ganz lustig, macht viele blöde Sprüche und tauscht, offenbar traditionell, seine Weste gegen identische Westen von Fans… Musikalisch können sie mich aber wieder nicht überzeugen. Da die Menge tobte, ist das aber offenbar eine nicht so verbreitete Meinung. Vereinzelt hörte man Unmut über den betrunkenen Zustand des Sängers, davon abgesehen ist es eher Begeisterung bis in die hinteren Reihen, die Sabaton hierzulande erfahren dürfen.

Jetzt wird’s Dunkel, irgendwann im Laufe des Tages mach ich mir ein Airbrush-Tattoo auf den Rücken – dank der fiesen Sonne ist es inzwischen ein Sonnenbrand-Negativ des W O A –Schriftzugs :D
Ich laufe auch nochmal ins Camp zurück, sammle ein paar Kräfte (und Leute) und mache mich zu AMORPHIS wieder zurück in Richtung Festivalsite auf. Amorphis haben einen amüsanten Einstand: Ihre Show ist als “Special Acoustic Set” angekündigt. Und so stellt Tomi Joutsen zu Beginn des Konzerts auch eine Background-Sängerin vor, einen Saxophonisten und andere Unplugged-Musiker. Die Band kommt mit Akustik-Gitarren auf die Bühne. Die ersten fünf Songs sind denn auch sehr gemütlich, von denen ist mir “I of Crimson Blood” noch am ehesten im Gedächtnis – er eignet sich am besten für ein solches Set… Im Anschluss an “Sign from the North Side” nehmen die Jungs sich ihre Gitarren und den Rest des Auftritts läuten sie mit einem grandiosen “Shades of Grey” ein – ab hier brennt die Luft, alle, die dageblieben sind (und es sind EINIGE gegangen), bekommen das meiner Meinung nach beste Konzert des Festivals zu hören. Mit “Hopeless Days” schmettern sie auch ihre neue Hymne von “Circle” – beinahe schon selbstverständlich… Ein wirklich gutes Konzert.
Leider geht mir bei Amorphis der Akku am Telefon aus, weitere Fotos habe ich demnach nicht. Dies hier aber möchte ich euch nicht vorenthalten – Der Beweis, dass wir es uns auf’m Wacken auch mal richtig gut gehen lassen:

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und vielleicht noch dies – auch wenn solche Fotos aus den Medien hinlänglich bekannt sind, die Dimensionen sind schon durchaus bemerkenswert:

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Der Samstag beginnt etwas gruselig, im Nachbarcamp schreit eine junge Dame wie am Spieß. Ihre Leute stehen hilflos im Camp herum, einer von ihnen kommt uns auf unserem Weg zu den Duschen entgegen und fragt nach nem Sanitäter. Als wir vom Duschen zurückkommen ist das Camp geräumt (aber nicht abgebaut) und die Sanitäter verlassen grade den Campground – immerhin mit Blaulicht, so dass nicht unbedingt das schlimmste zu befürchten ist. Dennoch verhagelt es einem den Morgen. Und sicher auch den Leuten aus dem betroffenen Camp.

Auch der Samstag bringt wieder viel Musik, darunter viel Durchschnitt und wenig berauschendes: Etwas FEAR FACTORY, reichlich DIE APOKALYPTISCHEN REITER, gaaaaaaaaaaanz viel SONATA ACRTICA… Während Sonata Arctica spielen (und auf der Nebenbühne LAMB OF GOD) gibt es einen heftigen Regenschauer. Binnen Sekunden ist jeder (der nicht gut vorbereitet ist) bis auf die Knochen nass, das Infield verwandelt sich in Sekunden in eine Schlammlagune. Zwar verschwinden diverse Leute vor den Bühnen, aber selbst Tony Kakko wird von dem Regenguss pladdernass, lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und spielt ein tolles Konzert ab. Das ist auch mein persönliches Finale, ich gehe anschließend zurück ins Camp und schließe mich der großen Meute an, die grade auf dem Weg zu TRIVIUM vor die Bühnen wollte. Aber weder Trivium, noch CANDLEMASS vermögen mich noch recht zu motivieren, bis SUIDAKRA um 2 Uhr durchzuhalten…Noch während Candlemass spielen, gehen wir, mit Bogen über’s Wackinger Village (geistige Notiz: Zyklopenspieße!), zurück zum Campground. In großer Gruppe und bei einem oder zwei Bierchen beenden wir Wacken 2013… Am nächsten Morgen stehen die ersten um halb sieben (!!!) bereits im Camp und rollen ihre Zelte zusammen. Totaler Irrsinn!

Unbedingt erwähnenswert sind folgende Geschichten aus zweiter Hand:

> Eines späten Abends gehen L und M zur Pipirinne (das sind vielleicht 30 Meter vom Camp aus) – nur L kehrt zurück. Was ist das los? M bleibt Stunden verschollen. Als er schließlich zurückfindet, ist das Camp bereits im Schlafmodus.

> Ebenfalls eines späten Abends, A und L (der andere ^^) sitzen im Camp. L steht auf und geht, A denkt sich “nuja, der wird wohl schiffen gehen”. L ward Stunden nicht mehr gesehen.

> L (der erste) begeht den fatalen Fehler, tagsüber ins Zelt zu robben und zu schlafen. Als er wach wird, hält er den nächsten Tag für gekommen. Er geht los, kauft Brötchen, kauft Kaffee, begrüßt die Menschen mit “guten Morgen”. Das fällt erst mit der sehr bald einsetzenden Dämmerung auf…

/Ergänzungen:

> Obgleich der Weg vom Festivalgelände zum Camp im Grunde – im Grunde! – ein ziemlich grader Strich ist, der, wenn man ihn einmal gegangen ist, Routenfehler unmittelbar und hart bestraft, ist es eines Abends den Damen und Herren S,W,A,T gelungen, abseits der Pfade über die Dörfer – also die Dörfer… zu wandern. Also…naja, schaut’s euch im Bild oben an, es ist irgendwie selbsterklärend, wo der Fehler ist, wenn man vom Festival zum Camp will und in einem Dorf landet :D

> Es gibt eine wesentliche Neuerung im Bereich „Pimp my Tent“ – seit Wacken 2013 wissen wir, wieso es ne gute Idee ist, ein Vorzelt zu haben. Nur soviel sei dazu gesagt: Der Trichter und Bon Jovi sind unmittelbare Feinde des Vorzelts. Wenn’s nach denen ginge, gäb’s ausschließlich nur Hauptzelte :D

So geht es zu auf Campground S – man geht verloren ;)

Wacken 2014 ist btw ausverkauft. Habe mein Ticket schon. Besser ist das ;)

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Ein Kommentar zu “Wacken Open Air 2013 – Man kann es einem aber auch nicht recht machen…

  1. Der Denker 4. Oktober 2013 um 18:41

    Die Plingformel
    Wenn bei einer Party alle Gäste miteinander anstoßen, wie oft macht es dann „pling“? Ich weiß es interessiert dich nicht. Na und? Ist ja nicht mein Blog! Also Hefte raus und los: Ignorieren wir mal die Tatsache, dass Jean-Pierre und Estefania sich nicht mögen, sondern gehen vom Idealfall aus, dass jeder mit jedem anstößt. Da mag einer vorschnell kombinieren: „Jeder mit jedem bedeutet Anzahl der Gäste mal Anzahl der Gäste!“ Traditionell bezeichnet man eine beliebige natürliche Zahl als „n“. Ist es also n x n? n Quadrat? Fehlanzeige. Denn wenn z.B. nur Angelique und Lasse anwesend sind, macht es ja nur einmal „pling“, und nicht 4 mal.(außer natürlich im weiteren Verlauf des Abendes sollte es gewissermaßen klappen) Schauen wir uns doch ein paar Beispiele an: Bei drei Gästen macht es 3 mal „pling“ (Jean-Pierre mit Angelique, Angelique mit Estefania und Estefania mit Jean-Pierre). Bei vier Gästen sind es schon 6 mal (Jean-Pierre mit Angelique, Angelique mit Estefania, Estefania mit Lasse, Lasse mit Jean-Pierre, Jean-Pierre mit Estefania und Angelique mit Lasse). Und bei 5 macht es sogar 10 mal „pling“ (ich erspare dir jetzt mal die anschauliche Variante). Aber was haben wir dann Übersehen?Aufgepasst: Es stößt ja gar nicht jeder mit jedem an! Keiner stößt nämlich mit sich selbst an. Also darf ich die Anzahl der Menschen „n“ nicht mit sich selbst, sondern nur mit „n-1“ multiplizieren. Ist sehr einleuchtend-führt aber leider noch immer nicht zum richtigen Ergebniss: 2×1 wäre 2, es muß aber 1 rauskommen! 3×2 wäre 6, es muß aber 3 rauskommen! Moment mal, das scheint ja immer die Hälfte von „n x (n-1)“ zu sein! Probieren wir es: 4×3 durch 2 ist…6!Richtig! Und 5×4 durch 2 ist …10!Bingo (Plingo)! Und warum jetzt? Aufgepasst: Nachdem Jean-Pierre mit allen (außer sich selbst) angestoßen hat, kann Estefania bei ihrer Runde Jean-Pierre auslassen, weil sie es mit ihm ja schon getan hat. Angelique kann dann sowohl Jean-Pierre als auch Estefania ignorieren, und jeder weitere hat dann noch einen weniger, bis der letzte (vieleicht Roger?), wenn er endlich dran ist, leider schon alles hinter sich hat. Also: Jeder mit FAST jedem, außer mit sich selbst UND: außer mit dem, der schon mit ihm hatte…Na ja, jedenfalls lautet die Formel (wobei P natürlich für „pling“ steht):
    P= n(n-1):2, ich hoffe ich konnte deine Frage ausreichend beantworten, prost…

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