Schlagwort-Archive: aus der Rœhre

Finale Tricksereien (II)

Eine Kategorie, die Endszenen von Filmen betrachtet – und ein ums andere mal feststellen muss, dass die Guten meistens siegen – aber oft nur durch einen Trick, eine List, eine Tücke, eine Falle… Jedenfalls einer Strategie, die man eher dem Bösewicht unterstellen würde…

Heute: Green Lantern

Hal Jordan, auserwählter “Green Lantern” von der Erde, kämpft gegen Paralax. Paralax besteht aus dem Element ‘Furcht’, ist in etwa so Gross wie Manhattan und hat tolle Tricks drauf – etwa Energieprojektile erzeugen und ängstliche Seelen absorbieren.
Als Green Lantern kann man auch tolle Sachen, etwa zur Sonne fliegen. In einem Training das Hal zuvor durchläuft erfährt er grundlegendes aus der Physik: Je Größer ein Körper, desto mehr wirkt Gravitation auf den Körper. Er bekommt dies anhand eines künstlich erzeugten Sterns aufgezeigt, der ihn ansaugt und damit kampfunfähig macht.
Paralax absorbiert grade gemütlich Manhattan (glaube jedenfalls, dass es Manhattan ist – irgendeine amerikanische Großstadt-Skyline halt ^^) als Hal in den Kampf eingreift. Nach einem andauernden Kampf in dem Hal aussichtlos in Not gerät und nahe dran ist, ebenfalls absorbiert zu werden, macht Hal sich diesen Trick zu Eigen und lockt Paralax in die Nähe der Sonne.
Die Graviation der Sonne erfasst Paralax und verbrennt ihn – Hal wird wesentlich langsamer angezogen und schließlich von anderen Lanterns gerettet, bevor er zu nah an die Sonne gerät und ebenfalls verdampft.

Fazit: good boy siegt mit Hilfe einer bad boy Methode (nachdem er im direkten Kampf hoffnungslos unterlegen war muss ein Trick herhalten).

 

Kategorien-Disclaimer:

Bei dieser Kategorie geht’s darum, dass man die Message, die vermittelt wird, irgendwie missverstehen könnte. Denn wenn die Guten am Ende mit Methoden siegen, die man von den Bösen erwartet – sind sie dann noch die Guten? Und sind die Methoden noch ‘böse’, wenn sie von den Guten gewählt werden?
Ich beobachte das schon eine ganze Weile und habe den starken Eindruck, dass das System hat. Daher habe ich mich dazu entschlossen bei Gelegenheit die Film-Enden zu notieren.

Finale Tricksereien (I)

Eine Kategorie, die Endszenen von Filmen betrachtet – und ein ums andere mal feststellen muss, dass die Guten meistens siegen – aber oft nur durch einen Trick, eine List, eine Tücke, eine Falle… Jedenfalls einer Strategie, die man eher dem Bösewicht unterstellen würde…

Heute: Tekken

Jin (good boy) steht in einer Kampfarena, hat soeben Endgegner eins (vom Typ eigentlich unbesiegbarer Superhandlanger) pyrrhusartig dem Erdboden gleichgemacht. Kazuya Mishima (bad boy, ihm gehört der Laden und er ist außerdem, “natürlich” möchte man fast sagen, der Vater von Jin) stellt sich selbst als nächsten Gegner für Jin auf – Quasi Post-Finale-Finale. Jin ist total am Ende, wird vermöbelt wie noch nie zuvor. Grade will Kazuya zum finalen Schlag ansetzen, da [cut, Szenenwechsel]
Christie, Gefangene von Kazuya und Freundin von Jin, fasst sich ein Herz und verdrischt ihre zwei Bewacher. Beim Handgemenge wird geschossen, die Fensterfront der VIP-Lounge, in der Christie gefangen gehalten wurde, zerbirst in tausend Scherben. Alle Zuschauer und die beiden Kämpfer gucken einmal hoch, Jin reagiert schneller als Kazuya, das Blatt wendet sich und Jin siegt schlussendlich.

Der massive Schummelmalus wird hier etwas abgeschwächt, weil Jin an sich ja schon das ‘echte’ gemeine Finale gegen den Superprügelknaben gewonnen hat (Kazuyas Plan A) – Kazuyas Auftritt ist spontan inszeniert und damit auch schon fies. Außerdem wäre Christie kaum auf die Idee mit dem Zertrümmern der Lounge gekommen, wenn sie nicht in Gefangenschaft gesessen hätte.
Ändert aber nix dran, dass man in einem ordentlichen Turnier eh jeden besiegen muss, wenn man Ende oben stehen will – und Jin hier gegen Kazuya verloren hätte, wäre da nicht dieser Überraschungsmoment gewesen…

Fazit: good boy siegt mit Hilfe einer bad boy Methode

 

Kategorien-Disclaimer:

Bei dieser Kategorie geht’s darum, dass man die Message, die vermittelt wird, irgendwie missverstehen könnte. Denn wenn die Guten am Ende mit Methoden siegen, die man von den Bösen erwartet – sind sie dann noch die Guten? Und sind die Methoden noch ‘böse’, wenn sie von den Guten gewählt werden?
Ich beobachte das schon eine ganze Weile und habe den starken Eindruck, dass das System hat. Daher habe ich mich dazu entschlossen bei Gelegenheit die Filmenden zu notieren.

Seltsame Nachricht aus der Gegenwart

Gucken:

 

Klar soweit?

VW Tiguan:
~1.500 Kilo Leergewicht, mit 8,5l/100km angegebener Verbrauch (2.0 TSI), ein Exemplar aus der Riege der “SUV” – “Sports & Utility Vehicle”.

Bemerkenswertes:
Der Spot spielt in der City. Ein Mann holt drei Frauen ab, die ganz offenbar grad shoppen waren. Der Fahrer verlaeuft sich in einen Tagtraum, wird angehupt.
Klar ist: Ja, VW-Fahrer sind Tagtraeumer. Wissen wir seit Golf IV – vllt auch schon laenger. Da nach dem Hupen der Blick auf die Rueckseite des Wagens erfolgt und dort niemand steht, ist es bewiesen: VW-Fahrer schlafen nicht nur tagsueber und mit drei halbwegs attraktiven Maedels im Auto – nein, sie hoeren auch Stimmen. komisches Volk.

Anyway. Worauf ich eigentlich hinaus will: Ja, dieser Spot ist ganz offenbar gewollt chauvinistisch – in der Gegenwart von Damen (die grade erst ins Autop gestiegen sind…) in Tagtraeumen zu entschwinden scheint im Hause VW eine angemessene Umgangsform zu sein, ich find’s eher frech.
Ja, dieser Spot enthaelt eine gefaehrliche Metapher: Traeumt ruhig im Auto – macht doch nix.

Viel schlimmer aber: Das Finale des Spots ist: Man tut’s nicht, aber schoen zu wissen, dass man’s koennte. Es geht um eine Querfeldeinfahrt, eine rassige, schnelle und unsanfte Fahrt ueber Duenen, Huegel, Stolperfallen. Stattdessen faehrt der Mann mit den Damen einfach spiessig um die Ecke und…Cut. So. Was heisst das? VW baut Autos, die man nicht braucht, aber trotzdem kaufen sollte. Das kann man beliebig groesser machen: SUVs sind Autos, die man kaufen kann, aber nicht benoetigt. Das mag womoeglich grundsaetzlich fuer alle Autos gelten, ganz sicher aber auf die teuren. SUVs sind nicht nur teuer, sondern auch noch klobig, spritschluckend, unattraktiv (jaja, ich ziehe das zurueck), und gefaehrlich – einfach weil Menschen, die sie fahren, glauben, dass sie in einem Panzer sitzen…

Aber machen wir es ruhig noch groesser: Unsere Gesellschaft, die Marktwirtschaft, das einundzwanzigste Jahrhundert baut und verkauft Sachen, die die Menschen nicht brauchen. Einige davon fuer ein mittelgrosses Jahresgehalt. Und doch wird’s verkauft. Und gekauft. Das ist absurd. Ja, ‘n bisschen Luxus ist okay – immerhin haben unsere Vorfahren und Ahnen alles drangesetzt, uns den jetzt bestehenden Status zu ermoeglichen – schon deshalb sollten wir ihnen Gedenken und gelegentlich mal auf die Kacke hauen. Aber so wie wir das machen, erscheint mir das nicht richtig… Irgendwie uebertreiben wir es. SUVs sind sowas wie der Ausdruck der Verschwendung – Stahl gewordene Protztrophaee. Und VW geht jetzt los, weist offenbar auf diese perverse Art zu leben hin und verkauft damit auch noch Autos… Wirklich absurd so offensichtlich mit der Unvollkommenheit der Menschheit solche Geschaefte zu erzeugen. Machte mich irgendwie betroffen.

Ach und P.S.:

Vodafone irrt, wenn sie glauben, es waere okay, seine Kunden mit einem „das haben wir da“ mitten im Satz zu unt…, und nachdem man dann seinen Irrtum bemerkt auf seinen Irrtum hingewiesen werden muss die naechste Frage direkt wieder mit einem „das haben wir auch da“ zu unterbr…. Lernen die nix aus ihren Fehlern, dass sie sie unmittelbar wiederholen? Wenn sie auf die gleiche Weise im Falle eines Problems reagieren wird’s gewohnt lustig:
„Hallo, ich habe hier ein Problem“
„Wissen wir“
„Nein, ich meine das andere Problem“
„Wissen wir auch“

Peinlicher Auftritt…

Wenn Freunde einem Filme aufquatschen…

Ich hab mir grad Avatar angesehen. Ja gut, der Film is oll und es wurde schon alles drueber gesagt und geschrieben. Aber dennoch – so schlecht beraten wurde ich ja noch selten. Und ich habe soeben 2 Stunden meines Lebens investiert, mir den anzusehen – also kann ich euch wohl fuenf Minuten abverlangen, diesen oeden Text zu lesen :D

“Star Wars” meets “Herr der Ringe” meets “Skies of Arcadia” meets “matrix” meets “random picked RPG of the year edition”. Es wurde aber auch wirklich GAR KEIN innovativer Ansatz versucht.
Ist das Kino im Jahre 20**? Man nehme ein paar, sicherlich beeindruckende, zumal quasi “noch nie dagewesene” (YPS-Leser – und nicht nur die – unter euch duerfen sich vor Lachen nun auf die Schenkel klopfen) 3D-Effekte, wurschtle eine breite Mischung RPG-Feeling ein, pflege das Maertyrertum, flechte eine total aus der Luft gegriffene Romanze ein und verbuende sich mit einer von einer Elite unterjochten Randgruppe, Minderheit, religioesen oder sozialen Kaste. Fertig ist der Blockbuster. 
Da machts dann auch gar nix mehr, wenn die Dialoge drittklassig, die Effekte zweitklassig sind, und die Scham, beim Ideenklau erwischt zu werden, ueberhaupt nicht mehr vorhanden ist.
Ich wurde schon wesentlich besser (und graphisch nahezu gleichwertig) von Zwischensequenzen in Rollenspielen am PC unterhalten – und dort wird das Geblubber hin und wieder von Interaktion unterbrochen. Bei Avatar bleibt nur durchbeissen oder abschalten.

Die einzig coole Szene ist, wie Colonel Quaritch mit seinem Exoskelett aus seinem Bomber aussteigt und just in dem Moment aufkommt, wo das Schiff hinter ihm aufschlaegt. Grosse Szene in einem ganz, ganz kleinen Film.

So. Wisster Bescheid ;)

[Urban Legend] – Chlorgeruch != Urin im Becken

Ersma gucken:

Das ganze gab’s nun Mitte August aus der Konserve auf Pro7 zu sehen. Wie nochschon zwei Jahre zuvor behauptet der Beitrag auch diesmal wieder, man koenne mittels eines Zauberkoefferchens ermitteln, wieviele Leute in ein x-beliebiges Becken eines geschlossenen Wasseraufbereitungszyklus‘ urinieren – sprich: Wieviele leute ins Schwimmbad pinkeln.

Der Koffer ermittelt – so behauptet Galileo in dem Beitrag – den Gehalt von Harnstoff in der zur Verfuegung gestellten Fluessigkeitsprobe. Der Koffer misst nicht den Gehalt von Harnsaeure in dieser Probe. Damit waere zumindest die hygienische Unbedenklichkeit der hier ermittelten und beschriebenen Werte bilanziert.
Zudem muss hier ganz deutlich darauf hingewiesen werden, dass Harnstoff nicht nur (aber auch) mit Urin ausgeschieden wird, sondern eben auch (aber nicht nur) ueber die Haut (oder vielmehr dem Schweiss auf der Haut).
D.h. also in erster Instanz, der Wunderkoffer aus dem Fachhandel (hier nur ein Beispiel) ermittelt zunaechst einmal nur den womoeglich geringfuegig erhoehten Wert von Harnstoff, der auch dann zu erwarten waere, wuerden alle Planscher mal zu Testzwecken ausnahmsweise nicht ins Becken strullern.

Die roten Augen und der typische „Schwimmbadgeruch“ entstehen darueber hinaus bei der Verbindung von Chlor mit Harnstoff – aber eben auch mit Aminosaeuren, Kreatinin (ja gut, der Kram kommt zwangslaeufig via Pipi ins Becken).
Vereinfacht koennte man nun sagen „ja schatz, du hast rote augen und hier riechts fies, weil ich nicht an mich halten konnte“ – oder man gesteht einfach dem menschlichen Organismus zu, hin und wieder auch mal ne Runde Stoffwechsel zu betreiben und Harnstoff ueber die Poren auszuscheiden. Auf die Weise ist’s auch nicht so peinlich, wenn im privaten Pool der gleiche Geruch entsteht und man den Beitrag von Galileo gesehen hat… ;o)
Als Quintessenz muss man wohl sagen: Ja, kann sein. Muss aber nicht. Sich wie Galileo hinstellen und sagen „klar, is eklig, aber wir sagen’s zuerst“ kann man machen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn man mehr und mehr an journalistischer Glaubwuerdigkeit verliert.
Happee diving :D

1. FC Koeln in Finanznot?!

Haha dolles Brot DSF – der nicht ganz scharfe Schnappschuss legt die Befuerchtung nahe, dass den 1. FC Koeln nun neben einem – bis hierher – echt miesen Fussballergebnis auch noch finanzielle Noete plagen – wie sonst waer’s wohl zu erklaeren, dass ihr Saldo unter Druck ist? ^^
Trainer Zvonimir Soldo (Aehnlichkeiten mit Fauxpas der Fernsehgeschichte sind total zufaelliger Natur) bleibt allerdings noch recht gelassen :o)

1. FC Köln - Saldo unter Druck

1. FC Köln - Saldo unter Druck

Liebe Praktikanten in der DSF-Videoregie: Grossartig, so macht Fernsehen spass :D